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Globale Ernährungssicherheit mit messbaren Faktoren analysieren

Berlin (ots) – “Globale Ernährungssicherheit: Österreich mit besserer Bilanz als Deutschland” ist der Titel der neuesten Publikation aus der Veröffentlichungsreihe Greenfacts der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL). Im Fokus steht dabei die Vorstellung des “Globalen Index für Ernährungssicherheit” (Global Food Security Index). Dieser ermöglicht erstmals eine Vergleichbarkeit von Kriterien für den Status der Ernährungssicherheit von unterschiedlichen Ländern. Dabei wird deutlich, dass auch in den Nationen, in denen Hunger und Mangelernährung keine Rolle spielen, Verbesserungen in Fragen von Qualität und Sicherheit sowie der Erschwinglichkeit von Lebensmitteln oder gesetzlicher Rahmenbedingungen existieren. Für Deutschland lässt sich dabei erkennen, dass man zwar zu den Ländern im vorderen Bereich zählt, aber in den USA, Norwegen oder Österreich einige Rahmenbedingungen optimaler sind. Genauso haben Länder im unteren Bereich des Indexes nun Möglichkeiten, ihre Situation zu analysieren, die Hauptgründe für Fehlentwicklungen zu identifizieren und diesen entgegenzuwirken.

Quellenangabe: Ingo Willoh
Quellenangabe: Ingo Willoh

Dr. Anton Kraus, Geschäftsführer der FNL, erläutert: “Ich bin davon überzeugt, dass wir wissenschaftsbasierte Lösungen für die Welternährung benötigen. Dazu gehört nicht nur jeden Hektar optimal zu nutzen, und die Produktivität durch hochwertiges Saatgut, innovative Pflanzenschutzlösungen oder Düngung zu verbessern. Wir brauchen auch ein Analyseinstrument wie den Globalen Ernährungssicherheitsindex, der erstmals vielfältige Einflussfaktoren der Ernährungssicherheit analysiert, um Perspektiven für die zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten von Ländern und Regionen realistisch zu konzipieren.”

Der “Globale Index für Ernährungssicherheit” (Global Food Security Index) wurde von der Economist Intelligence Unit und internationalen Experten entwickelt und im Juni 2012 öffentlich vorgestellt. Der Index misst mehr als 20 vielfältige Indikatoren in den Bereichen Erschwinglichkeit, Preisniveau, Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln in insgesamt 105 Ländern. Neben der Economist Intelligence Unit zählen die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO, die Weltbank, die Weltgesundheitsorganisation und die Welthandelsorganisation WTO zu den zentralen Datenlieferanten des Index als neuartigem Analysewerkzeug für globale Nahrungsmittelsicherheit. Die Realisierung wurde durch die Firma DuPont unterstützt, die durch ihr Engagement jedem Interessierten auf der Internetseite http://foodsecurityindex.eiu.com die kostenfreie Nutzung ermöglicht.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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