Hamburg (ddp.djn).  «Die Kommission will sicherstellen, dass die Kapitalzufuhr den Wettbewerb nicht verzerrt und die Sparkasse ein tragfähiges Geschäftsmodell hat», hieß es laut Zeitung im Umfeld der Behörde.

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Sollte Brüssel die Hilfsaktion beanstanden, drohten der Sparkasse harte Auflagen. Das Institut hatte dem Bericht zufolge 2008 hohe Abschreibungen auf ihre fast 4,9 Milliarden Euro hohen Eigenanlagen verbucht. Unterm Strich stand ein Verlust von 198 Millionen Euro. Daraufhin stützte der Rheinische Sparkassenverband das Institut mit 300 Millionen Euro Genusskapital. Die Städte Köln und Bonn, denen das öffentlich-rechtliche Geldhaus gehört, schossen über stille Einlagen 350 Millionen Euro zu.

Eine Sprecherin von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes bestätigte, dass die EU «derzeit Diskussionen mit den deutschen Behörden» führe. Noch habe die deutsche Seite keine Beihilfe in Brüssel angemeldet. Falls die Bundesregierung die Kapitalspritze nicht als genehmigungspflichtige Subvention betrachtet, kann die Kommission den Fall auch eigenmächtig aufgreifen.

Die Überprüfung der Kapitalhilfen an die Sparkasse geht laut EU-Kommission auf eine Beschwerde zurück. Brüssel selbst nannte den Beschwerdeführer zwar nicht. Der Bundesverband deutscher Banken, der die privaten Geldhäuser vertritt, bestätigte jedoch, dass die Eingabe von ihm kam.

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