Düsseldorf. Der Düsseldorfer Erstversicherer Ergo plant offenbar zum 1. Juli die Zusammenlegung und Umfirmierung der meisten seiner Erstversicherungstöchter. Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires unter Berufung auf Insider am Montag berichtete, plant Ergo die Umstrukturierung des Geschäfts in die Ergo Versicherungsgruppe, Ergo Leben, Ergo Sach und Ergo Direkt. Ein Unternehmenssprecher verwies auf bisherige Aussagen, wonach die Zusammenlegung der Töchter in der zweiten Jahreshälfte geplant sei.

Mit Beginn des zweiten Halbjahrs soll das Lebensversicherungsgeschäft der Hamburg Mannheimer (HM) zur Ergo-Leben werden. Während der Privatkundenbestand der Victoria Leben in die Abwicklung geht, soll gleichzeitig zum 1. Juli das Sachversicherungsgeschäft der Victoria zur Ergo-Sach umfusioniert werden, die zukünftig das komplette Sachversicherungsgeschäft der Ergo Gruppe umfasst. Die Sachversicherungen der D.A.S. und der HM sollen im Anschluss ebenfalls auf die Ergo Sach verschmolzen werden.

Erst zum 1. Oktober soll das Krankenversicherungsgeschäft der Victoria mit der DKV zusammengelegt werden, wie es weiter hieß. Die DKV werde künftig komplett das gesamte Geschäft mit privaten Krankenversicherungen abdecken.

In der Zukunft will die Tochter der Munich Re praktisch nur noch unter dem Namen Ergo auftreten. Die Marken Hamburg-Mannheimer, Victoria und Karstadt-Quelle Versicherungen (nun Ergo Direkt) verschwinden völlig vom Markt.

Die Ergo Gruppe selbst steht kurz vor der vollständigen Übernahme durch die Munich Re. Am Mittwoch sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Weichen für eine Zwangsabfindung der freien Aktionäre gestellt werden. Der Konzern bietet ihnen 97,72 Euro je Aktie.

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