Eines der wertvollsten Abfallprodukte in der Industrie und Wirtschaft ist Abwärme. Nahezu jedes Unternehmen erzeugt diese, in den meisten Fällen verpufft die Energie jedoch ungenutzt. Mit entsprechenden Maßnahmen lässt sich die Abwärme nutzbar machen und so ein nicht zu unterschätzendes Einsparpotenzial schaffen. So können sowohl ökonomische als auch ökologische Verbesserungen erzielt werden.

Unternehmen tragen eine ökologische Verantwortung

Klimaschutz wird ein gesellschaftlich immer wichtigeres Thema, auch die Wirtschaft muss sich in diesem Zusammenhang kritische Fragen gefallen lassen. Zwar sind die Produktion und auch der Handel ganz eng mit dem Verbrauch von Energie verknüpft, in vielen Fällen wird diese aber unnötigerweise verschwendet. Nur ein bewusster Umgang mit Energie kann dazu beitragen, den Verbrauch zu senken und somit unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden. In den meisten Unternehmen finden sich zahlreiche Ansatzpunkte, um die Energiebilanz dauerhaft zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken. Neben der Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung lässt sich insbesondere in der Nutzbarmachung von Abwärme einiges an Energie einsparen.

Wie funktioniert Wärmerückgewinnung?

Bild von Johannes Plenio auf Pixabay

Wärmerückgewinnung ist letztlich ein Sammelbegriff für unterschiedliche Formen des Nutzbarmachens von thermischer Energie. Dabei wird die thermische Energie eines Stoffes auf einen anderen übertragen, ein solches System nennt sich Wärmetauscher. Entsprechende Systeme können in der Industrie und Wirtschaft überall dort eingesetzt werden, wo thermische Energie bislang über den Schornstein abgeführt wird. Dadurch ergeben sich neben ökonomischen vor allem auch ökologische Vorteile. Wärmerückgewinnungssysteme ermöglichen eine deutliche Effizienzsteigerung durch einen hohen Nutzungsgrad und sind in den meisten Fällen einfach nachrüstbar. Die CO2-Bilanz eines Unternehmens kann durch die Verwendung eines solchen Systems deutlich verbessert werden. Informationen rund um das Thema Wärmerückgewinnung erhalten Sie auf der Seite von Exodraft.

Hemmnisse überwinden und Maßnahmen einleiten

Wärmerückgewinnung und die Nutzbarmachung von Abwärme sind erprobte und bewährte Methoden. Deshalb stellt sich die Frage, warum noch nicht mehr Unternehmen in entsprechende Vorkehrungen investieren. In vielen Fällen besteht die Befürchtung, entsprechende Maßnahmen würden sich nicht früh genug amortisieren, also eine betriebswirtschaftliche Komponente. Angesichts der steigenden Energiepreise jedoch zahlt sich die Investition in Energiesparmaßnahmen und der Steigerung der Effizienz jedoch in jeder Hinsicht aus. Auch beachten sollten Unternehmen, dass Energieeffizienz in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird, wenn es um Fragen der Produktion und Logistik geht. Aus Verbrauchersicht werden entsprechende Aspekte bei der Beurteilung von Unternehmen zukünftig eine größere Bedeutung haben.

Neben Maßnahmen, die eine Nachrüstung erfordern gibt es auch eine Reihe von Maßnahmen, die sich allein durch eine Verhaltensänderung ergeben. Hier können vor allem kleine und mittelständische Betriebe profitieren. Gerade beim Heizen und Lüften kann das richtige Verhalten helfen, Energie einzusparen. Weiterhin empfiehlt es sich, die Beleuchtung gegen moderne LED-Leuchten zu tauschen, hier ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial. Große Unternehmen hingegen sind gut beraten, ein Energiemanagementsystem einzuführen. Hierzu gibt es einen Leitfaden des Umweltbundesamtes sowie des Bundesumweltministeriums unter folgendem Link.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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