München. Deutschlands größter Energiekonzern facht die Atomdebatte in Deutschland neu an. E.on-Chef Wulf Bernotat übt harte Kritik am Atomausstiegsplan von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Der rasche Atomausstieg sei ein Fehler, sagte Bernotat der «Süddeutschen Zeitung» (Montagausgabe).

«Die Kernenergie sofort und eins zu eins durch Erneuerbare verdrängen zu wollen, wäre der falsche Weg. Das hätte negative umwelt- und wirtschaftspolitische Konsequenzen», sagte Bernotat. Deutschland nehme sich so die Chance, mehr im Kampf gegen die Erderwärmung zu tun. In der Klimapolitik bedeute der Plan Röttgens «zwei Jahrzehnte des Stillstands». Bernotat geht in der Laufzeitfrage auf Konfrontationskurs zum Umweltminister: «Wenn wir strengere Ziele erreichen wollen, reichen acht Jahre mehr wahrscheinlich nicht aus.»

ddp/arh

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