Der Briefumschlag, wie wir ihn heute kennen, ist so facettenreich, dass sich die meisten Produkte nicht allein auf die Funktionalität beschränken und zum Beispiel ausschließlich in einer Farbe erhältlich sind. Vielmehr wird heutzutage sehr viel Wert auf die Einzigartigkeit des gefalteten Objektes gelegt, welches mit viel Liebe gestaltet sein kann. Einen Brief zu verschicken, ist, falls er nicht gewerblich adressiert wird, keineswegs ein nostalgischer oder romantisierter Rückfall in vergangene Zeiten, sondern die wertvollste Art, seinem Gegenüber Zeit und Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

Die gerade einmal 200-jährige Geschichte des Umschlags aus Papier beginnt in Brighton – England mit der Erfindung des britischen Buch- und Papierwarenhändlers S. K. Brewer. Die damals übliche Form, den Brief ausschließlich zu falten und zu versiegeln, begegnete der findige Entdecker mit handgearbeiteten Umschlägen, die er mithilfe einer Blechschablone zuschnitt. Mit der gestiegenen Nachfrage dieser einzigartigen Idee vergab Brewer die Herstellung des Kuverts 1835 als Massenartikel an die Londoner Firma Dobbs & Company. Die erste patentierte Maschine zur Herstellung von Briefumschlägen wurde hingegen auf der Weltausstellung in London 1851 das erste Mal vorgestellt. Umschläge aus Deutschland stammten zunächst aus der ersten Briefumschlagfabrik vom Kaufmann Rommeler, der diese 1849 in Jülich gründete, wobei die ersten maschinell gefertigten Produkte bei der Firma Remker in Wuppertal massentauglich produziert wurden.

Das Postwesen und die gewerbliche Beförderung schriftlicher Nachrichten!

Der Briefumschlag wird gerne als Verpackungsmaterial für Gutscheine benutzt.

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In puncto Nachrichtenaustausch ist die Erfindung des Briefumschlages deswegen so hoch zu bewerten, da mit seinem Gebrauch ebenfalls das Schrifttum gefördert wurde. Dieses geistige Konstrukt einer vereinheitlichen Schrift und Sprache kann mit der Erfindung des Buchdrucks und seinem aufklärerischen Gedanken nicht zu gering eingeschätzt werden. So ist die einseitige Verrohung der Sprache, nicht zuletzt dem massenhaften Anstieg von Kurznachrichten zu verdanken. In diesem Sinne bildet das Schrifttum das geistige Abbild einer Nation oder Welt, in deren Wandel schon so manche alte Sprache den Weg des Ausgestorbenen antrat.

Das Postwesen – in diesem Zusammenhang – ist somit ein Kommunikationsmittel, welches mit einer zeitlichen Verzögerung Nachrichten oder sonstige Versandartikel zum Empfänger transportiert. Diese Überbringung von Kleingütern und Postsendungen wird/wurde in Europa hauptsächlich staatlich betrieben und ist durch unterschiedliche Beförderungsarten charakterisiert. Die damit zusammenhängende Logistik ist nicht nur vonseiten der Paket- und Briefzustellung als äußerst interessant einzustufen, führte es doch geschichtlich betrachtet zu Optimierungen von Arbeitsprozessen im gesamten Transportwesen.

Der Briefumschlag und sein vielfältiger Nutzen!

Der zunehmenden Digitalisierung der Sprache begegnet der Briefumschlag mit kreativen Entfaltungen, die auf vielfache Weise genutzt werden können. So werden Geldgeschenke, Geschenkkarten oder Event Tickets nach wie vor gerne in einem Umschlag verschenkt, da dieser zudem liebevoll gestaltet werden kann.

Des Weiteren wird in jedem Haushalt das Kuvert gerne dazu genutzt, um seine Finanzen zu regeln. Dieses auch als Umschlagmethode bekannte Konzept der finanziellen Organisation, erfreut sich nach wie vor zunehmender Beliebtheit.

Nichtsdestotrotz sollte trotz zunehmender Digitalisierung ebenso betont werden, dass der Brief und somit der Briefumschlag nach wie vor die beliebtesten Stilmittel sind, um seinen Worten Ausdruck zu verleihen. Dies kann sowohl anlässlich einer Feierlichkeit, wie dem Geburtstag, einer Hochzeit oder sonstigen Jahrestagen erfolgen, als auch klassisch in Form eines Liebesbriefes.

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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