Wer in der heutigen Zeit ein Eigenheim bauen möchte, kann in der Regel auf zwei unterschiedliche Varianten zurückgreifen. Das klassische Haus in der Massivbauweise oder ein Fertighaus. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile für den Käufer und den späteren Bewohner. Dennoch ist das Massivhaus beliebt wie nie. Doch woran liegt das?

Was ist ein Massivhaus?

Wird eine Immobilie Stein auf Stein gebaut, so wird diese als Massivhaus bezeichnet. Das bedeutet, dass sowohl die Außenwände als auch die Innenwände aus stabilen und festen Materialien gebaut werden. Diese Häuser werden in der Regel durch einen Architekten geplant und lassen sich somit individuell äußerst flexibel und frei gestalten. Hinzu kommt, dass diese Bauweise eine ganze Reihe an Vorteilen aufweist, welche für viele Bauherren von entscheidender Bedeutung sind.

Die Vorteile beim Massivhaus im Überblick

  • Individuelle Planung der Bauform möglich
  • Gutes Raumklima
  • Sehr gute Trittschall-Eigenschaften
  • Sehr gute Wärmespeicherung und Wärmedämmung
  • Sehr gute Brandschutzeigenschaften

Was ist ein Fertighaus?

Foto: pixabay.com

Unter einem Fertighaus versteht man eine Immobilie, welche in Einzelteilen an die Baustelle geliefert und dort zusammengesetzt wird. Die einzelnen Elemente bestehen in der Regel aus Holz. Somit kann das Fertighaus sehr schnell aufgebaut und bezugsfertig gemacht werden.

Die Vorteile des Fertighauses im Überblick

  • Sehr kurze Bauzeit
  • Oftmals günstiger als ein Massivhaus
  • Weniger Behördengänge notwendig
  • Die meisten Häuser können als Musterhaus besichtigt werden
  • Aus diesem Grund bevorzugen immer mehr Menschen die massive Bauweise

Obwohl die meisten Fertighäuser deutlich günstiger sind und somit die Baukosten spürbar niedriger liegen, achten immer mehr Menschen auf eine massive Bauweise bei der Realisierung der eigenen Wohnträume. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen spielt der Werterhalt eine wichtige Rolle. Ein Fertighaus ist meist so gebaut, dass es für die Lebensdauer der Bewohner konstruiert wurde. Das Material Holz ist bei weitem nicht so langlebig wie Beton, Kalksandstein oder Ziegelstein. Das bedeutet, dass eine Immobile in einer massiven Bauweise für Jahrhunderte gebaut wird. Ein Fertighaus für einen deutlich kürzeren Zeitraum. Wer seine Immobilie verkaufen möchte, wird schnell den Unterschied feststellen.

Auch die individuelle Gestaltung der Häuser spielt eine Rolle. Ein Haus in Massivbauweise wird von einem Architekten gemeinsam mit dem Bauherren geplant und kann somit exakt an die eigenen Ansprüche und Wünsche angepasst werden. In Kombination mit der sehr guten Wärmedämmung lässt sich somit ein sparsames und allen gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Gebäude gestalten, in welchem sich der Bauherr und seine Familie vollends zuhause fühlen können.

Fertighäuser lassen sich kaum gewinnbringend verkaufen

Selbst bei einer Verbesserung der Wohnlage aufgrund höherer Grundstückskosten lassen sich nur wenige Fertighäuser mit Gewinn veräußern. Der Werterhalt ist bei solchen Immobilien zu gering. Wer eine Immobilie nicht nur zum Wohnen, sondern auch als Geldanlage kaufen möchte, greift somit in der Regel eher zu einem Massivhaus mit seiner langen Bestandsdauer. Hier liegen die Chancen weitaus höher bei einem möglichen Wiederverkauf einen Gewinn zu realisieren und somit durch die Immobilie eine Rendite zu erzielen.

Quellen:

https://www.kern-haus.de
https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article136982749/Wie-gut-kann-ein-Haus-von-der-Stange-sein.html

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About the Author

Alexandra Rüsche

Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@www.mittelstand-nachrichten.de
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