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BP setzt Dividendenzahlungen für mindestens drei Quartale aus

New York. Auf Druck der US-Regierung und nach Einrichtung eines Entschädigungsfonds im Volumen von 20 Milliarden Dollar hat der britische Ölkonzern BP die Aussetzung seiner Dividendenzahlungen beschlossen. Für die kommenden drei Quartale werde es keine Ausschüttung an die Aktionäre geben, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag laut «Wall Street Journal» mit. 2011 will der Ölkonzern die Wiederaufnahme der Ausschüttungen prüfen. Dies könnte sich aber als schwierig erweisen, solange nicht die Schäden der Ölpest an den Küsten des Golfs von Mexiko beseitigt sind.

BP war öffentlich unter Druck geraten, auf die Dividendenzahlungen zu verzichten. Der Konzern sollte seine Ressourcen auf die Beseitigung der Schäden der Ölpest konzentrieren. Da Pensionsfonds zu den Aktionären von BP gehören, die Wert auf regelmäßige Auszahlungen legen, hatte BP mit dem Dividendenstopp gezögert.

Zur Entschädigung der Opfer der Ölkatastrophe wird BP 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds einzahlen, in Tranchen von jährlich fünf Milliarden Dollar bis 2013. Mit weiteren 100 Millionen Dollar sollen Verdienstausfälle von Ölarbeitern ausgeglichen werden, hieß es weiter.

Klagen gegen BP sind zwar weiterhin möglich, allerdings schafft der Entschädigungsfonds einen Puffer zwischen dem Ölkonzern und dem US-Rechtssystem. Betroffene können sich zunächst des Entschädigungsfonds bedienen, bevor sie gegen BP klagen.

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