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Baufi24-Länderindex informiert: Problem der Schwellenhaushalte spitzt sich weiter zu

Hamburg (ots) –

Immobilienerwerb liegt im Trend. Niedrige Bauzinsen versetzen die ganze Republik in einen regelrechten Immobilien-Taumel. Doch wer baut wo, wie und zu welchen Konditionen? Was ist dran am Immobilienkaufrausch und wo liegen die Gefahren? Der Baufi24-Länderindex gibt an, wie sich in Deutschland die Baufinanzierungsaktivität im zeitlichen Vergleich entwickelt. Im Zentrum steht der separat erhobene Baufi24-Vergleichsindex. Er zeigt an, wie sich deutschlandweit das Niveau der angefragten Darlehen entwickelt. Der Wert stieg im zweiten Quartal 2012 kontinuierlich an, aber auf einem gemäßigten Niveau. Im Juni liegt der Baufi24-Vergleichsindex bei 113,68 Punkten. Damit liegen zwischen Februar und Juni knapp 10 Punkte. Nach Ansicht der Baufi24.de-Experten wird der Index tendenziell weiter steigen.

Übersicht der Ergebnisse

Während des zweiten Quartals 2012 fragten Immobilieninteressierte durchschnittlich Häuser und Wohnungen mit einem durchschnittlichen Objektwert von 198.753 Euro an. Im Februar waren es noch 187.658 Euro. Dies entspricht einem moderaten Anstieg um 5,6 Prozent. Bauherren planen in der Regel im Alter von 34 bis 40 Jahren eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen. Davon entfallen im Schnitt 62 Prozent auf den Kauf einer bestehenden Immobilie. 13 Prozent suchen nach einer Anschlussfinanzierung. 12 Prozent der Anfragen stammen von Häuslebauern, die den eigenen Hausbau finanzieren möchten. Die restlichen Prozent entfallen auf Immobilienkäufer, die ein schlüsselfertiges Gebäude vom Bauträger bevorzugen.

Bayern ist mit einem durchschnittlichen Objektwert von 262.568 Euro Spitzenreiter, der Eigenheimbau in Hamburg am teuersten – dort sind durchschnittlich 410.917 Euro für einen Neubau nötig. „Höchstkaufpreise konzentrieren sich weiterhin auf die Top-Standorte, tendenziell könnte bei anhaltend hoher Nachfrage auch der Gesamtmarkt nachhaltig profitieren“, so der Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (http://www.baufi24.de/), Stephan Scharfenorth.

Eigenkapitalquote zu niedrig

Auch im zweiten Quartal 2012 werden Immobilienkäufe durch zu wenig Eigenkapital gesichert. Immobilieninteressierte sehen durchschnittlich nur 13 Prozent Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung vor. „Die Entwicklung ist besorgniserregend“, kommentiert Scharfenorth. „Die derzeitigen Super-Niedrigzinsen und geringe Tilgungsraten verlocken auch Haushalte mit geringerem Einkommen und entsprechend geringer Eigenkapitalquote zum Immobilienankauf. Diese sogenannten Schwellenhaushalte könnten bei einem nur geringfügig höheren Zinsniveau in der Regel kein Eigenheim mehr finanzieren. Steigt das Zinsniveau im Laufe der Zeit, gerät für diese Schwellenhaushalte möglicherweise die Anschlussfinanzierung in Gefahr.“

Alle weiteren Werte sind im Baufi24-Länderindex zu finden

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/104820/2298100/mit-zu-wenig-eigenkapital-in-die-finanzierungsfalle-baufi24-laenderindex-informiert-problem-der/api

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