Berlin (ddp.djn). Die 500 größten Unternehmen Deutschlands konnten im vergangenen Jahr ihr Wachstum einem Medienbericht zufolge einmal beschleunigen. Im Durchschnitt legten die Umsätze um 6,1 Prozent zu, wie die jährliche Umfrage Umfrage der Tageszeitung «Die Welt», «Deutschlands Große 500», ergab. 2007 waren die Top500-Konzerne um 5,3 Prozent gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich 2008 um 3,2 Prozent. 2007 waren es 6,3 Prozent gewesen. Die Unternehmen, die in dem Ranking gelistet sind, setzen alle mehr als eine Milliarde Euro jährlich um.

Der konjunkturelle Abschwung mache sich in den Zahlen für 2008 kaum bemerkbar, weil die meisten Unternehmen die Nachfrageeinbrüche erst im letzten Quartal spürten. An der Spitze des Rankings steht erneut Volkswagen, als einziger deutscher Konzern oberhalb der 100-Milliarden-Euro-Marke. Die Wolfsburger konnten den Umsatz um 4,5 Prozent auf 113,8 Milliarden Euro steigern und damit den Abstand auf Daimler ausbauen. Der zweitgrößte deutsche Autohersteller setzte 95,9 Milliarden Euro um und büßte damit 3,5 Prozent ein. Die neue Nummer drei ist E.on mit 86,8 Milliarden Euro Umsatz (plus 26,2 Prozent). Unter anderem verhalfen die Übernahme der spanischen Endesa Europa und steigende Energiepreise zum Sprung in die Top 3. E.on verdrängte Siemens, die Münchener liegen jetzt mit 77,3 Mrd. Euro Umsatz (plus 6,7 Prozent) auf Platz vier.

Unter den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen mit 141 Großunternehmen weiterhin die stärkste Heimat für Top500-Konzernzentralen, wie das Ranking ergab. Obwohl gleichzeitig auch stärkster Verlierer (Vorjahr 149) vereinen die ansässigen Firmen einen Umsatz von 1,31 (Vorjahr: 1,29) Billionen Euro. Im Durchschnitt erzielt ein Top500-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen 9,291 Milliarden Euro. Auf Platz zwei und drei folgen Bayern und Hessen. Unter den Städten hat Hamburg die meisten Konzernsitze (36) vor München (34) und Frankfurt am Main (26).

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