Frankfurt/Main (ddp.djn). Für die rund 8000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Ostdeutschland tritt am 1. Oktober die 35-Stunden-Woche in Kraft. Das teilte die IG Metall am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die stufenweise Einführung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Stahlindustrie war ursprünglich 2003 nach einem Streik vereinbart und 2004 modifiziert worden.

«Mit diesem Schritt wird die längst fällige Ost-West-Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen in der ostdeutschen Stahlindustrie abgeschlossen», sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer. Zwar werde eine pauschale Verkürzung der Arbeitszeit heute immer weniger der differenzierten Arbeitswelt und verschiedenartiger Beschäftigungsverhältnisse gerecht. Aber nach wie vor stünde die Verkürzung der Arbeitszeit als ein wichtiges Mittel der solidarischen Umverteilung von Arbeit auf der Tagesordnung, betonte Schwitzer und verwies als Beispiel auf die gegenwärtige Kurzarbeit in vielen Branchen und deren beschäftigungssichernde Wirkung. «Auch nach der Krise wird es darum gehen, ein schrumpfendes Arbeitsvolumen gerecht zu verteilen», sagte Schwitzer.

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