Planung und Budgetierung sind als Führungs- und Controlling-Instrumente wesentliche Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Aber immer noch gibt es zwischen den Organisationen große Unterscheide bezüglich Art und Umfang der Planung sowie den eingesetzten Software-Lösungen. Dies offenbart jetzt der “BARC Planning Survey 14”, für den über 400 Unternehmen befragt wurden.

Als Reaktion auf die Finanzkrise, steigende Compliance-Anforderungen und hochdynamische Märkte findet heute das Thema Planung als zentraler Prozess zur Risikominimierung große Beachtung in den Unternehmen. Doch in der Praxis ist Planung nicht gleich Planung, wie der aktuelle “Planning Survey 14” (http://www.barc.de/planning) belegt. Gemeinsam mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) hat BARC hierzu in einer der größten Studien ihrer Art über 400 Unternehmer aller Branchen aus der DACH-Region zu ihren Planungsmethoden und -werkzeugen befragt.

Quelle: Offenes Presseportal

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Die größere Sensibilität für das Thema Planung zeigt sich nicht nur darin, dass praktisch jeder der befragten Studienteilnehmer Planung für “wichtig” oder “sehr wichtig” hält. Vielmehr wird sie mittlerweile auch detaillierter (56 Prozent) und langfristiger (53 Prozent) betrieben sowie in vielen Fällen mit anderen Performance-Management-Prozessen integriert (46 Prozent). Letzteres bedeutet indes nicht, dass Anwender heute bereits eine durchgängige integrierte Unternehmensplanung hätten. Der “Planning Survey 14” offenbart hier, dass es weiterhin einige Defizite beispielsweise bei der Zusammenführung von operativer und strategischer Planung gibt. Stattdessen dominiert in Unternehmen weiterhin die klassische Budgetplanung auf Jahresebene. Im Sinne einer integrierten Unternehmensplanung auf kurz-, mittel- und langfristiger Ebene kommen also sowohl die Strategische Planung/Mittelfristplanung als auch das Forecasting noch zu kurz.

Auch ein altes Reizthema bleibt bestehen: die Nutzung von Microsoft Excel als Planungsumgebung. Mit einem Verbreitungsgrad von 86 Prozent ist das Tabellenkalkulationsprogramm das bei weitem meistgenutzte Planungswerkzeug – ob nun separat oder in Kombination mit weiteren Werkzeugen. Umso bedenklicher ist es, dass gerade einmal 17 Prozent der ausschließlichen Excel-Anwender keine Probleme im Planungsprozess haben. Zurückzuführen ist dies nicht alleine auf die bei Excel-Lösungen häufig fehlende konsistente Datenbasis bei teilweise unzähligen Excel-Dateien, sondern vor allem auf die hohe Fehleranfälligkeit und Gefahr für Inkonsistenzen durch zahlreiche Verknüpfungen sowie eine mangelhafte Unterstützung des Planungsprozesses. Diese Missstände schlagen sich massive in der Zufriedenheit der Anwender nieder.

Eine gute Alternative sind spezielle Planungslösungen, wie der “Planning Survey 14” (http://www.barc.de/planning) zeigt. Danach erklärten 41 Prozent der ausschließlichen Nutzer spezieller Planungswerkzeuge keinerlei Probleme zu haben. Ausschließliche Nutzer spezieller Planungswerkzeuge berichten zudem von einer besseren Integration der Unternehmensplanung sowie einem wesentlich geringeren Aufwand im Planungsprozess. Mit speziellen Planungswerkzeugen entfällt laut BARC-Studie lediglich die Hälfte der Zeit auf die tendenziell automatisierbaren Aufgaben der Datenbereitstellung und Datenverarbeitung, als wenn ausschließlich Excel Verwendung findet. Die schafft mehr Zeit für die Analyse der Plan-Daten und die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, und damit für das Erkennen von Risiken und Chancen im immer hektischeren Unternehmensalltag.

Quelle: Offenes Presseportal

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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