Nürnberg – Auf deutschen Straßen wird es immer gefährlicher. 2016 ereigneten sich 2.585.191 polizeilich erfasste Unfälle, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Glücklicherweise sind meist nur Sachschäden die Folge – doch verursachen diese eine Unmenge an (unnötigen) Kosten. Häufig betroffen: Lkw und ihre Fracht. Insbesondere für kleine und mittlere Betriebe kann der Gütertransport so ein hohes finanzielles Risiko sein. Jürgen Schulze, Experte für betriebliche Versicherungen bei der NÜRNBERGER erklärt, wie Unternehmer ihre Produkte dennoch sicher auf Reisen schicken können.

Die Konjunktur brummt. Ebenso der Verkehr. Das kontinuierliche Wirtschaftswachstum in Deutschland führt auch zu immer neuen Höchstständen beim Transportaufkommen: 2016 wurden hierzulande mehr Güter transportiert als jemals zuvor. Das Statistische Bundesamt (Destatis) verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 1,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Tonnen. Erhöhtes Verkehrsaufkommen, erhöhtes Unfallrisiko – auch für die Fracht: Wird die Ladung während des Transports beschädigt, drohen kleinen und mittelständischen Unternehmen hohe finanzielle Verluste. „Denn häufig ist die beförderte Ware nicht ausreichend versichert“, wie Jürgen Schulze, Experte für betriebliche Versicherungen bei der NÜRNBERGER Versicherung, weiß. Der Besitzer bleibt dann allzu oft auf seinem Schaden sitzen.

Quelle: NÜRNBERGER Versicherungsgruppe/HARTZKOM

Transportversicherung? Brauchen wir nicht.

Das denken zumindest viele Unternehmer, die ihre Waren nicht selbst transportieren. Doch weit gefehlt: „Die Beauftragung eines Transportdienstleisters wie Bahn, Spedition oder Paketdienst umfasst meist keine ausreichende Versicherung“, erklärt Jürgen Schulze, „Frachtführer haften meist nur mit einem pauschalen Betrag von 9,60 Euro pro Kilogramm Fracht.“ Werden zum Beispiel teure Bauteile oder elektronische Geräte beschädigt, deckt diese Pauschale höchstens einen Bruchteil der Kosten. Die eingeschränkte Haftung der Frachtführer macht eine eigene Transportversicherung eigentlich unerlässlich. Insbesondere wenn mehrere Transporteure – wie meist bei internationalen Lieferungen – beteiligt sind. An welcher Stelle der Schaden aufgetreten ist – bei der Verladung am Hafen, beim Transport mit der Bahn oder bei der Anlieferung mit dem Lkw beim Kunden – lässt sich im Nachhinein häufig nicht mehr nachvollziehen. Und Schadenersatzansprüche im Ausland durchzusetzen kann mitunter sehr kompliziert und langwierig sein.

Pauschal geschützt durch Europa

Nicht nur im deutschen Straßenverkehr lauern Gefahren für Warenlieferungen. „Wir empfehlen daher immer den gesamten Transportweg im Blick zu haben – das gilt für Lieferungen im Inland ebenso wie für den internationalen Im- und Export – und eine entsprechende Transportversicherung abzuschließen“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Schadenfall muss nicht geklärt werden, wo und wann der Schaden eingetreten ist – die übliche Nachweispflicht entfällt, da die Versicherung vorleistungspflichtig ist. Für kleine und mittlere Unternehmen aus Produktion und Handel bietet der NÜRNBERGER TransportSchutz Europa eine einfache und umfassende Lösung. Die Police sichert ganzjährig Transporte aller Art ab: Auf dem Land, zu Wasser oder in der Luft. In 34 europäischen Staaten. Die Beitragsberechnung richtet sich nach spezifischen Unternehmensdaten: Jahresumsatz, Art der Güter, maximaler Wert einer Ladung und Betriebsart. Versichert sind Sachschäden durch die vielfältigen Risiken des Gütertransports– sei es ein Unfall des Transportmittels, Diebstahl, Vandalismus, Bruch, Nässe, Brand, Blitzschlag oder Sturm. „Auch die Lieferung von Waren mit eigenen Fahrzeugen ist abgedeckt, ebenso die Teilnahme an Messen“, ergänzt Jürgen Schulze.

Vorsicht Lücke!

Handwerker brauchen für Transporte eine spezielle Versicherungslösung. Ständig unterwegs zu Arbeitsaufträgen, mit Warentransporten oder auf Besorgungsfahrten stehen sie vor einem Problem: Wertvolle Fracht wie Waren, Material oder Arbeitsgeräte sind bei Unfall oder Diebstahl des Liefer- oder Servicewagens nicht durch die Kfz-Kaskoversicherung geschützt. „Das kann richtig teuer werden“, warnt Versicherungsexperte Schulze. Wenn bei einer Vollbremsung teure Messgeräte oder beim Entladen der gerade restaurierte Biedermeier-Sekretär zu Bruch gehen, kann der Schaden sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen. Die NÜRNBERGER Transporterinhalt-Versicherung schließt diese riskante Lücke und bietet pauschalen Schutz für alle Fahrten mit eigenen Fahrzeugen – wie der TransportSchutz Europa gegen die diversen Gefahren des Transports. Der Beitrag bemisst sich nach Anzahl der Fahrzeuge und der Höhe der Ladungswerte. Wichtiges Leistungsextra für Handwerker auf Montage: Der erweiterte Tag- und Nachtschutz greift auch dann, wenn das beladene Fahrzeug nachts mal draußen bleiben muss.

Individueller Schutz für jeden Betrieb

„Wie man sieht, ist gerade auch beim Transport ein betriebs- und bedarfsgerechter Versicherungsschutz wichtig“, betont Jürgen Schulze. Deshalb können die NÜRNBERGER Transportversicherungen individuell an die speziellen Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst werden. Für Handwerksbetriebe, die längere Zeit auf Baustellen tätig sind, empfiehlt sich eine zusätzliche Absicherung durch den BaustellenSchutz. Die Zusatzversicherung leistet im Schadenfall bis zu 20.000 Euro Ersatz für Arbeitsgeräte, Maschinen und Material in verschlossenen Räumen. Auch der TransportSchutz lässt sich flexibel gestalten: Verschiedene Selbstbeteiligungsvarianten und optionale Leistungen wie die Ausstellungsversicherung oder die Absicherung eigener Transporte führen zum optimalen Schutz mit passendem Preis-Leistungsverhältnis für jeden Betrieb.

Quelle: NÜRNBERGER Versicherungsgruppe/HARTZKOM

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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