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Systemlösungen als optimaler Schutz vor Störlichtbögen

Störlichtbögen gehören zu den tödlichsten, jedoch oft am wenigsten beachteten Gefahren beim Umgang mit Elektrizität im industriellen Bereich. DuPont bietet in Zusammenarbeit mit RG Arbeitsschutz, Systemlieferant für persönliche Schutzausrüstung, neue komfortable Lösungen, die den europäischen Sicherheitsanforderungen zum Schutz vor Störlichtbögen entsprechen.

Quelle: Premiumpresse
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Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Kleidung der Störlichtbogenschutzklasse 1 nach EN 61482-1-2 nicht ausreichend ist, um ihre Mitarbeiter optimal vor schwerwiegenden Gefahren bei der Arbeit mit Elektrizität zu schützen. Häufig bringt jedoch Arbeitskleidung, die der höheren Schutzklasse 2 entspricht, durch ihren zweilagigen Aufbau ein hohes Gewicht und einen geringeren Tragekomfort mit sich. Auch wird der erhöhte Schutz nicht immer benötigt. Es bleibt das Risiko, dass die Schutzbekleidung gar nicht oder nicht geschlossen getragen wird. Eine kosteneffiziente und angenehm zu tragende Lösung bietet nun 
RG Arbeitsschutz an: Ein Polo- und ein Langarmshirt aus DuPont™ Nomex®-Fasern kombiniert mit einer darüber angezogenen Nomex®-Jacke sind nun in Kombination auch für Schutzklasse 2 zertifiziert.

Individuell angepasster Schutz
Die Störlichtbogenschutzklasse der getragenen Kleidung kann je nach Anforderung individuell nach dem „Zwiebelprinzip“ angepasst werden: Die von der Firma Fuchshuber Technotex hergestellten Nomex®-Shirts allein getragen entsprechen der Klasse 1 – wird jedoch in einer risikoreicheren Umgebung gearbeitet, lässt sich durch das Anziehen der Jacke die Schutzwirkung entsprechend der Klasse 2 erhöhen. So kann maximale Bewegungsfreiheit und ein geringes Gewicht der Kleidung garantiert werden. „Nur wenn die Kleidung angenehm zu tragen ist, können Mitarbeiter auch unter andauernder Belastung leistungsfähig bleiben und konzentriert arbeiten“, erklärt Roland Groß, Geschäftsführer 
RG Arbeitsschutz. Auch für den Arbeitgeber ist diese ausschließlich in Deutschland produzierte Kombi-Lösung interessant, da nicht nur flexibler Schutz ermöglicht wird, sondern die PSA auch kosteneffizient beschafft werden kann – wie sie zum Beispiel auch nach der Berufsgenossenschaftlichen Information BGI/GUV-I 5188 empfohlen wird.

Störlichtbögen – die unterschätzte Gefahr
Ein Störlichtbogen wird normalerweise durch einen versehentlichen Kontakt zwischen einem unter Spannung stehenden Leiter (wie etwa einer Sammelschiene oder einem Draht) mit einem anderen Leiter oder einer geerdeten Oberfläche verursacht. Der dadurch resultierende Kurzschlussstrom schmilzt betroffene Kabelleitungen, ionisiert die Luft und erzeugt eine leitende Plasmaentladung mit Temperaturen, die im Zentrum des Lichtbogens 20.000 °C übersteigen können. Je nach Stärke des Lichtbogens kann eine explosionsartige Druckwelle (Lichtbogen-Explosion) entstehen, die mit einer Druckausübung von über 100 Kilopascal (kPa) Anlagenteile und andere Trümmer mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 Metern pro Sekunde (m/s) umherschleudert.

Schwere Verletzungen oder sogar tödliche Unfälle können Folgen eines Störlichtbogens sein – das gilt nicht nur für Personen, die mit den elektrischen Geräten oder Anlagen arbeiten, sondern auch für Personen, die sich in der Nähe befinden.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt
Jede Industrie trägt ein gewisses Risiko für die Entstehung von Störlichtbögen. Besonders gefährdet sind jedoch Versorgungsbetriebe, Bergbauunternehmen, Energieerzeuger und 
-verteiler sowie produzierende Unternehmen – insbesondere Hersteller aus der Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie. Auch in Krankenhäusern, großen Handelsunternehmen, Rechnungszentren sowie Bildungs- und großen Freizeiteinrichtungen können schwere Störlichtbogen auftreten.

Das Risiko eines Störlichtbogens muss zunächst mittels einer Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden. Durch diese wird festgelegt, ob an unter Spannung stehenden Geräten und Anlagen gearbeitet werden darf und welche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen.

Wirksame Schutzbarriere von außen – Kleidung aus Nomex® 
Wenn das Risiko durch Maßnahmen zur Gefahrenverhütung nicht eingedämmt werden kann, sind Schutzmaßnahmen wie das Tragen persönlicher Schutzausrüstung (PSA) erforderlich. Diese müssen nicht nur Unternehmensstandards einhalten, sondern auch vor thermischen Wirkungen eines Störlichtbogens und Stichflammen schützen. Vor dem Kauf ist es daher wichtig darauf zu achten, wie die Kleidung zusammengesetzt ist – insbesondere welche Faser zur Herstellung der PSA verwendet wurde. Die DuPont™ Nomex® Faser ist inhärent flammfest, schmilzt nicht, tropft nicht ab und verbrennt nicht. Auf diese Weise bietet sie einen außerordentlich hohen Schutz vor Störlichtbögen. Da der Schutz eine Eigenschaft der Nomex® Faser selbst ist, kann er nicht durch Tragen abgenutzt oder ausgewaschen werden.

Tara Veit, Key Account bei Dupont für den Produktbereich Nomex®, erklärt: „Wenn die Nomex® Faser extremer Hitze ausgesetzt ist, wie sie auch für einen Störlichtbogen typisch ist, quillt sie auf bevor sie karbonisiert. Dies vergrößert die Schutzbarriere zwischen Hitzequelle und der Haut des Trägers, was zu einer Minimierung von Brandverletzungen führen kann.“

Quelle: Premiumpresse

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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