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S-UBG-Gruppe stärkt ihr Frühphasengeschäft

Der Seed Fonds II Aachen erhöht Kapital auf 15,5 Mio. €

Aachen – Der „Seed Fonds II für die Region Aachen GmbH & Co. KG“ (Seed Fonds II Aachen) führt eine Kapitalerhöhung um 5,2 Mio. Euro auf insgesamt 15,5 Mio. Euro durch. Mit dem neuen Kapital soll die Investitionstätigkeit in Neugründungen und innovative Technologien in der Wirtschaftsregion Aachen weiter forciert werden. Auch personell rüstet die S-UBG auf; zunächst soll ein weiterer Investmentmanager eingestellt werden. „Mit diesen Mitteln sind wir in der Lage, das starke Gründungspotenzial in der Region noch besser zu unterstützen“, so Harald Heidemann, Vorstand der S-UBG-Gruppe, der den Bereich für Frühphasenfinanzierungen gemeinsam mit Markus Krückemeier leitet.

Markus Krueckemeier und Harald Heidemann
Markus Krueckemeier und Harald Heidemann

Engagement für Newcomer – auch gegen den Deutschland-Trend

Bezieht man den ersten Aachener Seed Fonds mit ein, so sind es bereits über 24 Mio. Euro, die von den Investoren in junge Unternehmen der Aachener Region fließen. „Das ist etwas Außergewöhnliches, da in Deutschland Investitionen im Frühphasenbereich eher rar sind“, so Heidemann. „Die Voraussetzungen für innovative Unternehmensgründungen in der Aachener Region sind sicher besonders günstig.“

Der im März 2012 zunächst mit einem Volumen von 10,3 Mio. Euro aufgelegte Seed Fonds II ist der Nachfolger des 2011 ausfinanzierten ersten Seed Fonds Aachen. Getragen wird die aktuelle Kapitalerhöhung von der Sparkasse Aachen, der NRW.BANK und der DSA Invest GmbH, hinter der das Aachener Hightech-Unternehmen DSA Daten- und Systemtechnik GmbH steht. Der Fonds kann insgesamt pro Unternehmen bis zu 1 Mio. Euro, unter Nutzung von Förderprogrammen bzw. Einbindung von Co-Investoren bis zu 2 Mio. Euro investieren. Die Fonds-Laufzeit beträgt unverändert zunächst 10 Jahre; maximal 12 Jahre (Verlängerungsoption um 2 Jahre).

Beteiligungsportfolio soll weiter ausgebaut werden

Insgesamt ist der Seed Fonds II Aachen derzeit an folgenden Unternehmensgründungen beteiligt:

  • Psyware GmbH, Aachen
  • Aixatech GmbH, Baesweiler
  • LogCom GmbH, Herzogenrath
  • MAR Medical Adhesive Revolution GmbH, Aachen

Die Gründer profitieren nicht nur vom bereitgestellten Kapital, sondern auch vom Netzwerk und den langjährigen Erfahrungen der S-UBG-Gruppe und der übrigen Investoren. „Mit unserem ,Aachener Modell‘ können sich die Gründer auf ihr Kerngeschäft konzentrieren“, so Heidemann. „Derzeit sind wir mit mehreren Unternehmen im Gespräch und erwarten für 2014 noch ein bis zwei weitere Beteiligungen.“

Standort Aachen: Idealer Nährboden für Unternehmensgründungen

Für technologieorientierte Unternehmensgründungen gestaltet sich die Finanzierung in den Anfangsjahren oft als schwierig. Der regionale Gründungsfonds richtet sich genau an diese Unternehmen in und um Aachen. Mit den lokalen Hochschulen und weiteren Forschungszentren als Nährboden bietet die Region die idealen Bedingungen für innovative Startups aus dem technologischen Bereich. „Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft funktioniert in der Aachener Region hervorragend“, so Heidemann. „Ein gutes Beispiel hierfür ist die Medical Adhesive Revolution GmbH (MAR), an der sich der Seed Fonds II Aachen im März dieses Jahres beteiligt hat.“ Das Startup hat einen biologisch abbaubaren Klebstoff für die medizinische Anwendung auf bzw. im Körper entwickelt. Hierfür hat MAR bereits als erstes nicht US-amerikanisches Unternehmen einen der weltweit höchstdotierten Startup-Wettbewerbe (Rice Business Plan Competition in Houston, Texas) für sich entscheiden können. Der Seed Fonds II hilft MAR durch die Gründungsphase bis hin zur Markteinführung seiner Produkte.

Quelle: ots

 

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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