Düsseldorf – In zwei von drei deutschen Unternehmen, die bereits auf Interim Management setzen, verfügt die eigene Personalabteilung nach Ansicht der Fachabteilungen über kein ausreichend belastbares Netzwerk an Interim Managern. Damit wird ein gerade in Zeiten personeller Engpässe wichtiges personalstrategisches Instrument nicht optimal genutzt. Das sind Ergebnisse der Studie “Interim Management 2017”. Für diese wurden von der auf die Vermittlung von Führungskräften und Experten spezialisierten Beratung Aurum Interim Management 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.

Der Manager auf Zeit ist in den deutschen Unternehmen längst anerkannt: Mehr als acht von zehn Führungskräften sind davon überzeugt, Interim Management könne personelle Engpässe überbrücken, ohne jüngeren Mitarbeitern über viele Jahre die Karriereleiter zu versperren. Weitere 70 Prozent sagen, das Werkzeug verhindere einen personellen Schnellschuss, der ein Unternehmen langfristig belasten könne. Überdies geben 66 Prozent der Führungskräfte zu Protokoll, Interim Management ermögliche den Zugriff auf Top-Know-how, ohne das Gehaltsgefüge dauerhaft zu sprengen. Dazu passt, dass zwei Drittel der Personalabteilungen dem Instrument Interim Management gegenüber offen eingestellt sind.

Personalabteilungen fehlt der Zugang zu Interim Managern

Quelle: Aurum Interim GmbH

„Wie unsere Studienergebnisse zeigen, sind die Führungskräfte davon überzeugt, dass Interim Management der Personalpolitik eines Unternehmens neue Optionen und Impulse verschafft”, sagt Axel Oesterling, Geschäftsführer von Aurum Interim Management. „Umso alarmierender ist der mit 67 Prozent hohe Anteil an Firmen, deren HR-Abteilungen aus Sicht der Führungskräfte offensichtlich nicht über ein ausreichendes Netzwerk an Interim Managern verfügen. Zumal die Personalbereiche den Fachabteilungen bei zwei Drittel aller befragten Unternehmen, die Interim Manager einsetzen, zuarbeiten. Die Fachbereiche verlassen sich also darauf, bei Bedarf zeitnah einen passenden Kandidaten vermittelt zu bekommen – was bei unzureichenden Kontakten ihrer HR-Kollegen oftmals nicht möglich zu sein scheint.”

Die Aurum-Studie “Interim Management 2017″ macht allerdings auch deutlich, dass insbesondere vor diesem Hintergrund die Zusammenarbeit mit Interim Providern wertschöpfend ist. „Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte schätzen es, dass sie über einen Provider eine größere Auswahl an Kandidaten zur Verfügung haben und weniger lange nach einem passenden Interim Manager suchen müssen”, erläutert Personalexperte Oesterling. „Außerdem betonen 75 Prozent der Befragten die hohe Passgenauigkeit des auf diese Weise gefundenen Experten.” Finanzielle Überlegungen spielen zwar eine etwas geringere Rolle, aber immerhin knapp jeder Zweite gibt an, ein Provider verringere das Risiko, den Interim Manager über dem Marktpreis zu entlohnen.

Je weniger eine Firma also in Sachen Interim Management vernetzt ist, desto wichtiger ist es für ihre Personalabteilung, mit einem entsprechenden Dienstleister zusammen zu arbeiten. Aurum-Geschäftsführer Oesterling: „Ich empfehle allen Unternehmen, eine regelmäßige, auf gegenseitigem Vertrauen beruhende Beziehung zu einem Interim-Management-Provider aufzubauen. Ein solcher strategischer Partner vermittelt quasi auf Zuruf mehrere passgenaue Kandidaten – und davon profitieren auch jene Personalabteilungen, die ihr eigenes Netzwerk bisher als gut bezeichnet haben.”

Quelle: Aurum Interim GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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