Neue Studie zeigt, dass Unternehmen nicht auf Wachstumsschübe vorbereitet sind

Neun von zehn (89%) Unternehmen weltweit waren 2015 erheblichen Risiken ausgesetzt aufgrund der Folgen ungeplanten Wachstums, das sich überraschend einstellte. Die neue internationale Studie (1) von Epicor Software Corporation, ein weltweit führender Anbieter von branchenorientierter Enterprise Software, untersucht potenzielle Fallstricke von Unternehmenswachstum, wenn es unvorbereitet auftritt.

Für die Studie, durchgeführt von MORAR Consulting im Auftrag von Epicor, wurden über 1.800 Führungskräfte aus zwölf Ländern befragt.

Von den Befragten in Deutschland verzeichneten 53 Prozent im Jahr 2015 Wachstum und knapp 66 Prozent erwarten Wachstum in 2016. Allerdings nur 8 Prozent verzeichneten Wachstum, dass vollständig den Planungen für 2015 entsprach.

Die befragten Führungskräfte gaben an, dass sie des Öfteren über die Konsequenzen von Wachstum besorgt sind und nannten einige negative Folgen, wenn Wachstum nicht sorgfältig geplant ist. 28 Prozent der in Deutschland Befragten befürchten etwa, dass Unternehmenswachstum zu hohen Druck auf den operativen Betrieb ausübt und dadurch die Qualität und Kundenzufriedenheit leiden könnte. Weitere 24 Prozent zeigten sich besorgt, dass ihre IT-Systeme nicht Schritt halten könnten mit umfangreicheren, komplexeren Geschäftsmodellen. Das wichtigste Argument, das von Geschäftsführern genannt wurde, war der Verlust an Kundennähe als mögliche Folge von Wachstum.

Wachstum ist zudem mit Befürchtungen verbunden wie etwa Mangel an Ressourcen, sobald die Geschäftsaktivitäten erweitert werden. 31 Prozent der Führungskräfte aus Deutschland sagten, dass sie als Folge von Wachstum die Gefahr sehen, ihr Unternehmen könnte große oder komplexe Projekte übernehmen, für die sie nicht die nötigen Fähigkeiten oder Technologien besitzen, um sie erfolgreich durchzuführen und dadurch ihre Reputation gefährden. Sie zeigten sich auch besorgt darüber, dass mit wachsendem Geschäft die Arbeitsbelastung in einem Maß steigt, die Mitarbeiter zu sehr unter Druck setzt mit Konsequenz, dass wichtige Kompetenzträger das Unternehmen verlassen (20%). Und 28 Prozent der Befragten befürchten, dass sie persönlich nicht auf die Management-Herausforderungen eines größeren, vielfältigeren Geschäftsfeldes vorbereitet sind.

Weltweit ist ungeplantes Wachstum in größerem Umfang eher bei mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern (37%) zu verzeichnen als bei größeren Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern (29%). Ungeplantes Wachstum kann Herausforderungen und Stolperfallen mit sich bringen, was zumindest fast drei Viertel etwas Sorge bereitet. Wachstum wurde am ehesten (in einem von zehn Fällen) von kleineren Unternehmen (100 bis 249 Mitarbeiter) als schmerzhaft beschrieben, da dies mit der schwierigen Transformation in ein mittleres Unternehmen verbunden ist.

Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass Führungskräfte in Deutschland Wachstum sowohl als schwierig als auch als lohnend erachten, weshalb sich Unternehmen hierzulande besser auf Wachstum vorbereiten müssen. 15 Prozent gaben an, dass sie 2015 Wachstum als herausfordernd empfunden haben.

Um Wachstum zu unterstützen und sich besser auf die damit verbundenen Aufgaben vorzubereiten, glauben 79 Prozent, dass eine leistungsfähige und integrierte IT Infrastruktur unverzichtbar ist. „Die Nutzung neuer Technologien versetzt Unternehmen in die Lage, von den Vorteilen neu gewonnener Effizienz zu profitieren und den Weg für Wachstum zu ebnen”, sagt Malcolm Fox, Vice President Product Marketing bei Epicor.

„Obwohl die Mehrheit der Unternehmen im Jahr 2016 wachsen will, wird auch die ernsthafte Sorge darüber deutlich, ob ein Unternehmen auch mit Wachstum umgehen kann”, sagt Fox. „Diese Besorgnis ist nicht unbegründet, wie unsere Studie zeigt. Selbst wenn Unternehmen Wachstum planen, kann es dennoch überraschend eintreten und unterwarteten Druck auf die Organisation ausüben. Es gilt, sich frühzeitig auf Wachstumsschübe vorzubereiten. Nie zuvor war es wichtiger eine Informationsinfrastruktur zu haben, die es Organisationen ermöglicht, reaktionsfähig zu sein und mit Wachstum Schritt zu halten.”

Quelle: Epicor Software Deutschland GmbH

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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