Berlin/Frankfurt – Beim Mittelstand-Digital Praxistag diskutierten rund 80 Experten in Frankfurt am Main über die Chancen und Herausforderungen der nutzerzentrierten Produktentwicklung im Zuge der Digitalisierung von Produktionsprozessen, Dienstleistungen und Produkten. Ein wesentlicher Aspekt, der oftmals neben der technischen Ausgestaltung vernachlässigt wird: Digitale Lösungen müssen vor allem nutzerfreundlich sein. Dies stellt gerade kleine und mittelständische IT-Entwickler vor Herausforderungen. Auf dem Praxistag werden gangbare Wege für kleine und mittlere Unternehmen aufgezeigt, Nutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit von IT-Innovationen zu verbessern.

Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder, Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt und Projektleiter der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen von Mittelstand-Digital geförderten Usability-Plattform PUMa: „Es ist eine Herausforderung, Anwender sowie Kunden bei der Digitalisierung von Produktionsprozessen und Dienstleistungen nicht aus den Augen zu verlieren, sondern Schnittstellen und Bedienelemente von Software-Lösungen auf sie auszurichten. Die Erfolgsbeispiele des heutigen Mittelstand-Digital Praxistag beweisen jedoch: Es geht und es lohnt sich. Denn nutzerfreundliche Softwarelösungen lassen Angestellte produktiver arbeiten, steigern die Kundenzufriedenheit und bieten die Möglichkeit, den Kundenstamm zu erweitern.“

Der Praxistag ist eine Leistungsschau nutzerfreundlicher Industrie 4.0-Produktionsprozesse. Die Bedienbarkeit entscheidet darüber, ob und vor allem wie Angestellte des Unternehmens und die Kunden die Innovationen annehmen. Automatisierte Prozesse verändern die Anforderungen an die Belegschaft. Deshalb müssen neue Lösungen so gestaltet werden, dass sie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leicht zu bedienen sind. In Anbetracht personeller und finanzieller Ressourcen stellt dieser Spagat zwischen technisch-machbaren Lösungen einerseits und den Zielen bedienfreundlicher Schnittstellen, individualisierter Produkte und positiver Nutzungserlebnisse andererseits, gerade kleine und mittlere Unternehmen vor Herausforderungen.

Das Mittelstand-Digital-Projekt Design4Xperience zeigt beispielsweise, welchen konkreten Mehrwert Softwarelösungen in der Betriebspraxis bieten, die darauf ausgerichtet sind, dem Nutzer ein positives Erlebnis bei ihrer Bedienung zu bescheren. Das Projekt UCare demonstriert wiederum mit seinem Gebrauchs-TÜV, welche Vorteile nutzerfreundliche Software in der Pflege bereithält. Das Projekt USecureD stellt Musterlösungen für nutzerzentrierte Informationssicherheit vor und SmartLive zeigt, wie Smart Home-Lösungen gestaltet sein müssen, dass der Nutzer sie reibungslos bedienen kann.

Quelle: Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital/WIK GmbH

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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