In vielen Firmen setzt man zunehmend auf Interim-Manager: Sie helfen, wenn es im Unternehmen “brennt” und können binnen kürzester Zeit betriebliche Strukturen und Arbeitsweisen verbessern. Doch was sind die häufigsten Gründe dafür, dass Unternehmen auf diese besondere Form der Kurzzeit-Arbeitskraft setzen? Und aufgrund welcher Eigenschaften können Interimer Projekte oft so schnell und zielgerichtet zum Erfolg führen? Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Aktuellen Schätzungen zufolge üben derzeit über 7.500 Manager ihren Job für unterschiedlichste Unternehmen auf Zeit aus – Tendenz steigend. Besonders häufiges Einsatzgebiet: die Führungsetage. Doch auch in den Bereichen Finanzen, Vertriebs- und Projektmanagement werden Interim-Manager immer häufiger eingesetzt. Dass sich mehr und mehr Firmen auf die Interim-Kräfte verlassen, hängt vorrangig damit zusammen, dass es vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen immer schwieriger wird, kompetente – und vor allem bezahlbare – Manager zu finden. Insbesondere bei Vakanzen durch Krankheit oder Kündigung ist eine schnelle Besetzung mit einer erfahrenen Kraft oft sehr schwierig – und in solchen Fällen kommen dann die Interim-Manager ins Spiel.

Schnelle Hilfe wenn’s “brennt”

Dank entsprechender Vermittlungsmarktplätze wie interim-x.com können Unternehmen bei Bedarf schnell reagieren und passende Manager anheuern. Diese sind in der Regel zeitnah abrufbar und können Unternehmen mit ihrem Know-how bedarfsgerecht unterstützen. Die Interim-Manager punkten also nicht nur durch zeitliche Flexibilität, sondern insbesondere auch durch ihre Berufserfahrung. So werden sie aus gutem Grund oft auch als “Unternehmensfeuerwehr” bezeichnet. Denn meist werden sie dort eingesetzt, wo es in Unternehmen gerade brennt. Speziell kleine und mittelständische Unternehmen haben oft Probleme, sich den rasanten Marktveränderungen anzupassen und hängen bei einem Personalausfall dann in kurzer Zeit hinterher. In diesem Fall kann ein Interim-Manager direkt aushelfen und betriebliche Prozesse korrigieren bzw. und optimieren.

Neue Perspektiven

Da Interim-Manager als Außenstehende ins Unternehmen kommen, können sie in der Regel völlig unparteiisch und neutral an vorhandene Probleme herantreten. Anders als interne Berater sind sie somit gefeit gegen die sogenannte Betriebsblindheit und können schnell zielführende Lösungsvorschläge präsentieren. Die Unternehmen profitieren also davon, zeitlich befristet Manager beschäftigen zu können, deren Wissen aus der Zusammenarbeit mit vielen anderen Unternehmen resultiert. So kann ein erfahrener Interim-Manager einem Handwerksbetrieb beispielsweise bei der Bildung eines Servicebereichs helfen oder aber die Logistik neu strukturieren. Dementsprechend bietet die Beschäftigung eines Interimers sich auch an, wenn man die Tätigkeitsbereiche des eigenen Unternehmens ausweiten möchte.

Und das Beste: Sobald alles wieder läuft, kann der Manager das Unternehmen wieder verlassen und steht somit auch nicht weiter auf der Lohnliste. Folglich zahlen Unternehmen nur dann für den Experten, wenn sie ihn auch wirklich brauchen. Eine sinnvolle Lösung für alle Unternehmen, die sich auch in Zukunft schnell und ohne langfristige finanzielle Belastungen weiterentwickeln wollen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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