Unternehmen müssen sich geschickt am Markt positionieren, um langfristig Erfolg zu haben. Neben guter und nachhaltiger Arbeit gelingt dies durch Kooperationen, einem USP, einer Corporate Identity sowie Akquise und Werbung. Speziell bei der Werbung stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen. Sie setzen auf ganzseitige Printanzeigen, Social Media oder beauftragen eine Agentur für Broschüren und Flyer. All das wirkt. Allerdings vergessen insbesondere die kleinen und mittelständigen Unternehmen sowie Freiberufler häufig das vielleicht erfolgreichste Medium schlechthin: individuell bedruckte Werbemittel.

Werbeartikel: Milliardenmarkt mit Schwerpunkt Großunternehmen

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Werbeartikel-Wirtschaft geben deutsche Unternehmen rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr für diese Werbeform aus. Allerdings gibt es ein Ungleichgewicht. Während fast alle Großunternehmen individuell bedruckte Werbemittel nutzen, hat nur jedes zweite Unternehmen des Mittelstandes ein entsprechendes Budget. Damit hinken in diesem Punkt speziell kleine und mittlere Unternehmen deutlich hinter der ohnehin großen Konkurrenz her.

Werbemittel für kleine Budgets

Foto: jenny w. – freeimages.com.

Das Problem ist jedoch hausgemacht. Denn Werbeartikel sind nicht teuer. Auch abseits von günstigen Streuartikeln wie Kugelschreiber oder Feuerzeuge müssen Unternehmer keine vier- oder fünfstelligen Summen ausgeben, um adäquate Werbemittel zu finden. Schon in kleiner Stückzahl und zu attraktiven Preisen sind Artikel wie Tassen mit Firmenlogo, Kfz-Schilderhalter mit Firmenname oder auch individuell bedruckte Warnwesten zu haben. Daher ist es selbst mit Minibudget möglich, zum Unternehmen passende Werbemittel zu finden. Vom Einkaufswagenchip über Post-it-Notizblöcke bis hin zu bedruckten Zollstöcken ist die Auswahl geradezu gigantisch.

Das richtige Werbemittel für den Erfolg

Viel entscheidender als das Budget sind die Eigenschaften der Werbeartikel. Denn diese müssen drei wichtige Punkte erfüllen, damit sie wirken:

  1. Werbeartikel sollten einen großen Alltagsnutzen haben. Kunden und Geschäftspartner erinnern sich an das werbende Unternehmen, wenn der Artikel einen praktischen Nutzen hat und sie es häufig einsetzen. Je ungewöhnlicher und “unnützer” ein Geschenk ist, desto eher verpufft die Werbebotschaft.
  2. Werbemittel sollten zum Unternehmen passen. Es gibt wenige Werbeartikel, welche die abgebende Seite nicht passend machen kann. Aber optimal ist es, wenn sich die Firma, die eigene Philosophie oder das Produkt bzw. die Dienstleistung im Werbemittel widerspiegelt. Eine Computerfirma mit USB-Stick, ein Handwerker mit einem bedruckten Zollstock, ein Autohändler mit einem Nummernschildhalter oder einer Warnweste – das passt. Kunden sehen beim Gebrauch entsprechender Werbeartikel den direkten Bezug zum Unternehmen.
  3. Werbemittel sollten auffallen. Der klassische Kugelschreiber erfüllt den Zweck. Mehr nicht. Wenn es sich aber um einen besonderen Kugelschreiber handelt, fällt er auf. Je ausgefallener und auffallender ein Werbeartikel ist, desto mehr Aufmerksamkeit erregt dieser. Das optimiert die Werbewirksamkeit. Aber Achtung: Auch die beiden anderen genannten Punkte müssen stimmen. Sonst verpufft die Idee nahezu vollständig.

Treffen alle drei Punkte beim Werbemittel zu, können sich Unternehmen auf einen nachhaltigen Werbeeffekt freuen. Der beschenkte Kunde oder Geschäftspartner nutzt den Gegenstand, sieht immer wieder den Werbeaufdruck und prägt sich bewusst oder unbewusst den Firmennamen ein. Gegen diese Psychologie der Werbeartikel ist kaum ein Mensch gewappnet. Das Unterbewusstsein trägt dabei ganz erheblich zum nachhaltigen Effekt bei. Denn die Zielperson freut sich über das Geschenk und kann dieses im Alltag nutzen. Aus diesem Grund sind bedruckte Streuartikel oder individuell bedruckte Werbemittel anderer Art ein erfolgreicher Weg, auf Messen, zu besonderen Anlässen oder im Geschäftsalltag für das eigene Unternehmen zu werben. Kleine und mittlere Unternehmen sollten diese Form der Kundenbindung ausprobieren. Wer die zu bedruckenden Artikel geschickt wählt, kann alte Kunden und Geschäftspartner binden, neue Kontakte knüpfen und so leichter langfristig erfolgreich sein. Werbemittel sind zwar nur ein Mosaiksteinchen, aber ein bei kleinen und mittleren Unternehmen unterschätztes.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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