Berlin – Die Berliner Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700), ein Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 140,0 Mio. Euro erzielt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 12,8 Mio. Euro oder 10 % und beruht im Wesentlichen auf der Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar. Das Ergebnis pro Aktie stieg um 0,75 EUR/Aktie auf 2,03 EUR/Aktie, wobei hier zwei Sondereffekte enthalten sind. Positiv wirkte sich der Verkauf der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH (OPS) aus. Höhere Kosten für anstehende Entsorgungsleistungen belasteten das Ergebnis der Umweltdienste.

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete währungsbedingt eine Steigerung um 7,4 Mio. Euro auf 66,9 Mio. Euro. Das Segment Strahlentherapie konnte nach einem schwachen Jahr 2014 die Umsätze deutlich auf 30,9 Mio. Euro steigern. Es profitierte ebenfalls vom besseren USD-Wechselkurs. Zudem wurden wieder mehr Tumorbestrahlungsgeräte ausgeliefert, da verzögerte Projekte aus dem Vorjahr abgearbeitet wurden und die Neueinführung des SagiNova® für einen Schub sorgte. Im Segment Radiopharma entwickelte sich die Gerätesparte hervorragend. Es wurden mehr Modular-Lab-Systeme verkauft, was gleichzeitig zu einer erhöhten Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien führte. Daneben stieg der Umsatz mit pharmazeutisch zugelassenen Gallium-Generatoren. Die Zyklotronsparte profitierte von neu eingeworbenen Produkten zur Diagnose der Alzheimer-Erkrankung. Durch Preis- und Volumenrückgänge bei klassischen FDG-Produkten wurden diese positiven Effekte allerdings nahezu aufgehoben. Im Segment Sonstige führten unsere Preiserhöhungen und die Ausweitung des Geschäfts der englischen Beteiligung zu einem deutlichen Umsatzanstieg. Dieser resultierte ausschließlich aus Dienstleistungen und war nicht mit einer Erhöhung der Entsorgungsrückstellungen verbunden.

Der operative Kapitalfluss ist um 5,6 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro gestiegen, wobei hier die oben genannten Sondereffekte nicht enthalten sind. Somit ergibt sich die Verbesserung vor allem aus dem Abbau von Forderungen und Vorräten. Im Vorjahr sind diese Positionen stark angestiegen. Der Verkauf der OPS sorgte für einen deutlichen Mittelzufluss, so dass die Investitionstätigkeit in der Summe positiv ausfällt. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag in etwa auf dem Vorjahresniveau. Zum Bilanzstichtag konnten die liquiden Mittel um 9,6 Mio. Euro auf komfortable 31,5 Mio. Euro erhöht werden.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein konstanter Umsatz von etwa 140 Mio. Euro und ein EBIT von rund 16 Mio. Euro erwartet. Daraus sollte sich ein Konzerngewinn von etwa 9,5 Mio. Euro oder 1,80 Euro je Aktie ergeben. Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,15 USD pro EUR.

Quelle: Eckert & Ziegler AG

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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