Stuttgart – Bosch Thermotechnik ist von Januar bis Mai deutlich gewachsen. Der Umsatz ist in den ersten fünf Monaten 2015 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. “Wir investieren seit Jahren kräftig in die Entwicklung innovativer Technologien und haben unser Budget dafür in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Das zahlt sich jetzt aus. Wir sind zum Beispiel mit mehr als 100 000 verkauften vernetzten Produkten der führende Anbieter im Smart-Heating-Markt”, sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Thermotechnik, anlässlich eines Wirtschaftspressegesprächs in Stuttgart. Auch im Großanlagen-Geschäft kommt Bosch Thermotechnik voran. Ein großer Fortschritt auf dem Weg zum internationalen Systemanbieter ist das im März vereinbarte Joint Venture mit Midea für VRF-Klimageräte (Variable Refrigerant Flow – variabler Kältemittelfluss). Ein weiteres Wachstumsfeld sind Lösungen für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wie Blockheizkraftwerke. Die CO2-freundliche KWK-Technologie ist mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 80 Prozent deutlich energieeffizienter als getrennte Strom- und Wärmeerzeugung.

Quellenangabe: "obs/Bosch Thermotechnik GmbH"

Quellenangabe: “obs/Bosch Thermotechnik GmbH”

“Auf dem Weg zur Thermotechnik der Zukunft setzen wir auf die drei Geschäftsfelder Heizsysteme für Wohngebäude, Warmwassergeräte sowie das Anlagengeschäft für gewerbliche und industrielle Heizungs- und Klimatisierungssysteme. In allen drei Segmenten kommen wir gut voran und wollen stärker wachsen als der Markt”, sagte Glock.

Moderne Gas-Brennwerttechnik ermöglicht höchste Energieeffizienz

Bei Heizsystemen für Wohngebäude ist Bosch Thermotechnik Weltmarktführer. “Gas ist der wichtigste Energieträger in den nächsten Jahrzehnten”, erläuterte Glock. Die Gas-Brennwerttechnik hat sich dank ihres hohen Wirkungsgrads von bis zu 99 Prozent und der guten Verfügbarkeit des Brennstoffs zur Basistechnologie für Heizen in Wohngebäuden entwickelt. In Kombination mit anderen Energieträgern wie zum Beispiel in einer Hybrid-Solartherme kann die Energieeffizienz gegenüber Altanlagen um bis zu 50 Prozent erhöht werden. 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude, Strom macht dabei nur einen geringen Anteil aus. Bei der Wärmeerzeugung gibt es die größten Energieeffizienz-Potenziale. Über 70 Prozent der deutschen Heizungen arbeiten mit veralteter Technik. Würden alle Heizungen in Deutschland auf Brennwerttechnik umgestellt, könnten pro Jahr 50 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Das ist der einfachste und effektivste Hebel für das Erreichen der Klimaziele.

Meilenstein in Design und Technik

Die Bosch Thermotechnik-Marken Junkers/Bosch und Buderus haben zur Weltleitmesse ISH im März revolutionär-einfache und zukunftsweisende Gerätegenerationen für das Top Segment vorgestellt. Das innovative, modulare Baukonzept und die bis ins Detail durchdachte Komponentenanordnung ermöglichen einen sehr guten Zugang zu den einzelnen Komponenten im Innern des Geräts. Außerdem lassen sich die Geräte nachträglich erweitern. Von außen besonders auffällig ist das neue Design der Geräte mit den markanten Glasfronten wahlweise in Schwarz oder Weiß. Bei Design und Haptik sind Entwickler und Kunden hier gemeinsam ganz neue Wege gegangen: “Unsere Geräte sehen nicht nur gut aus, sie werden den Markt verändern: Sie lassen sich um bis zu 30 Prozent schneller einbauen, sind vernetzbar und sehr einfach per Touchscreen zu bedienen”, sagte Glock. Die ersten Geräte dieser Baureihe kommen im Oktober 2015 in den Markt. Die nächsten technologischen Meilensteine sind die Gas-Wärmepumpe für Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahr 2016 sowie die zweite Generation des Brennstoffzellen-Heizgeräts im Jahr 2017.

Produkte für jedes Kundenbedürfnis – auch international

Die unterschiedlichen Konsumentenbedürfnisse und Rahmenbedingungen in den Wachstumsmärkten außerhalb Europas, das sind insbesondere China, Russland und die Türkei, erfüllt Bosch Thermotechnik ebenfalls mit maßgeschneiderten Produkten. Beispielsweise ist das Heizgerät LCK mini für den chinesischen Markt so kompakt, dass es sich in einen Küchenoberschrank installieren lässt. Als einziger europäischer Hersteller fertigt Bosch Gas-Brennwertgeräte für die Region in China und ist dort Marktführer in diesem Segment.

Führend bei Smart Heating

Mit 100 000 verkauften vernetzten Produkten ist Bosch Thermotechnik der führende Anbieter von Smart-Heating-Lösungen, die Komfort, Energieeffizienz, Betriebssicherheit und Servicequalität deutlich erhöhen. Über das neue Portal “HomeCom” erhalten Installationsbetriebe beispielsweise detaillierte Infos über die vernetzten Heizsysteme ihrer Kunden, einschließlich Störungen und Prognosen zu den Ursachen. Der Endkunde erhält übersichtlich alle Informationen zu seiner Anlage, Verbrauchsdaten und individuelle Energieeffizienz-Tipps.

Für EU-Energielabel hervorragend aufgestellt

Ab September 2015 müssen Heizgeräte und -systeme ein Energielabel tragen, das ihre Effizienz in den Klassen A++ bis G darstellt. “Mit unseren energieeffizienten Systemen sind wir hervorragend aufgestellt, um vom europäischen Energie-Label für Heizungen zu profitieren”, sagte Glock. Für individuell zusammengestellte Systeme muss der Installateur das Label manuell berechnen, während Systemanbieter fertig gelabelte Pakete ausliefern können. “Im Rahmen des neuen Energielabels ergeben sich gerade für uns als Systemanbieter gute Chancen, denn wir können den Installateur besonders wirkungsvoll unterstützen: Von uns bekommt er komplett gelabelte und somit direkt verkaufsfähige Systeme. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Kundenfokus auszahlen wird”, erklärte Glock.

Führende Marktposition im internationalen Warmwasser-Geschäft

Das internationale Warmwasser-Geschäft ist durch attraktive Wachstumsraten, aber auch regional unterschiedliche Anforderungen und Präferenzen geprägt. Die regionale Aufstellung von Bosch Thermotechnik in diesem Segment ist die Basis für weiteres Wachstum. In Tepotzotlan in Mexiko entsteht derzeit eine neue Fertigung für Gas-Durchlauferhitzer. Von dort wird Bosch Thermotechnik den lateinamerikanischen Markt bedienen. Solarthermie-Kollektoren für die Region werden zudem in Brasilien gefertigt. In Europa sind Spanien und Portugal die großen Warmwasser-Märkte, diese Märkte beliefert Bosch Thermotechnik aus der Fertigung in Portugal. Auch Afrika ist inzwischen ein interessanter Warmwassermarkt. Hier profitiert Bosch Thermotechnik von der geographischen Nähe zu Entwicklung und Fertigung in Portugal. Für die Region Asien/Pazifik fertigt Bosch Thermotechnik Durchlauferhitzer in Shanghai und Solarthermie-Systeme in Bangalore.

Wachstumsziel: Systemanbieter für Großanlagen

Bosch Thermotechnik liefert branchenspezifische Energiekonzepte und Systemlösungen für Heizung und Klimatisierung von kommerziellen Gebäuden und industriellen Anlagen. Mit 150 Jahren Erfahrung und mehr als 110 000 ausgelieferten Anlagen in mehr als 140 Ländern allein bei Industriekesseln verfügt Bosch über einzigartiges Wissen im Bereich spezifischer Anforderungen verschiedener Industrien und Betreiber. Die VRF-Klimageräte für gewerbliche Gebäude aus dem Joint Venture mit Midea erweitern das Systemportfolio um eine weitere wichtige Technologie. Die Kunden erhalten somit innovative und maßgeschneiderte Angebote, von der Planung bis zum Fernzugriff/Service. Das Master Energy Control System beispielsweise vereint die Dampf-, Heißwasser- und Stromerzeuger von Bosch Industrial zu intelligenten Systemen: Die direkte Kommunikation zwischen den Anlagenkomponenten wie beispielsweise Blockheizkraftwerk und Dampfkessel ermöglicht eine höhere Systemeffizienz und verlängert die Lebensdauer der Anlage. Komplexe Anlagen können bis in einzelne Baugruppen hinein ferngesteuert werden.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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