Schon seit Jahren befindet sich die Welt des Bezahlens in Bewegung. Ob junges Start-up oder seit Jahren etablierter Konzern – seit Jahren werde neue Lösungen auf den Markt gebracht, die einerseits gut, andererseits gar nicht gut von Konsumentenseite aufgenommen werden. Der wohl größte Vertreter in diesem Sektor? First Data. Der US Konzern will mit Clover, so der Name des neuen Bezahlsystems, vor allem die kleineren wie auch mittelständischen Firmen wie Händler in Deutschland aber auch in Österreich ansprechen. Dabei unterstützen die Touchscreen-Geräte am Point of Sale diverse Bezahllösungen mit dem Smartphone oder der Karte und können mittels App auch individuell gestaltet werden. Zu Beginn werden mobile wie stationäre Varianten geplant, für das kommende Jahr will man noch eine Registrierkasse als drittes Gerät auf den Markt bringen. Denn die Registrierkassenpflicht, die seit dem Jahr 2015 in Österreich gilt, hat dazu geführt, dass immer mehr Konsumenten mit der Karte und nicht mehr mit dem Bargeld bezahlen.

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Warum Händler und auch Kunden dieselben Interessen haben

Geht es um das Bezahlen, so verfolgen Kunden wie auch Händler dieselben Interessen – man will definitiv keine Schlangen vor den Kassen haben. Der Händler will dem Kunden nämlich immer ein Einkaufserlebnis bieten, das auch noch dann besteht, wenn er die Waren bezahlen möchte. Das heißt, es muss schnell gehen, intuitiv wie komfortabel und auch sicher sein. Genau deshalb erlaubt First Data im eigenen App-Store zwar Drittanbieter, prüft die Anwendungen jedoch noch vor Veröffentlichung und testet auch mögliche Sicherheitslücken. Aber nicht nur First Data will neue Bezahlmethoden auf den Markt bringen – auch Phizzard bietet bereits durchaus interessante Lösungen an. Das Gründerteam hat sich bereits vor einigen Jahren mit dem Thema befasst, als man schon der Meinung war, der lokale Einzelhandel sei bereits tot – ermordet von der Digitalisierung.

Das Team, das sich hinter Phizzard befindet, konnte bereits Erfahrungen im Online-Handel von Bekleidung und Schuhen sammeln und weiß, wie Retouren vor sich gehen, wenn die Artikel dann doch nicht passen. Somit war es keine Überraschung, dass von Phizzard die smarte Umkleidekabine erfunden wurde. Über den Touchscreen gibt der Kunde eine Rückmeldung zum Artikel, kann nach aktuell zur Verfügung stehenden Größen suchen oder auch den Verkäufer kontaktieren, der dann das passende Stück in die Kabine bringt. Wer kennt das nicht, dass man die Hose lieber in einer Nummer größer oder kleiner probieren würde, aber keine Begleitung bei sich hat, die einem die passende Größe bringt? Mit dem System von Phizzard gehören derartige Probleme der Vergangenheit an.

Die Interaktionen verändern sich

Auch der Touchscreen-Hersteller Elo weiß, dass die digitalen Lösungen wie auch neue Softwareangebote die Interkationen zwischen Kunden und Einzelhändler verändern. Beginnend beim Kiosk und den interaktiven Touchdisplays, bis zu den maßgeschneiderten mobilen Lösungen, die aktuell besonders gefragt sind. Vor allem die kleinen wie auch mittleren Unternehmen interessieren sich für derartige Lösungen. Doch was unterscheidet die neuen Lösungen von den bestehenden mobilen Systemen? Einerseits ist es die Multifunktionalität, andererseits unterstützen die neuen Systeme nicht nur die Bezahlvorgänge, sondern helfen auch bei der Demonstration der Produkte. Kunden können so nämlich die Waren immer und auch von überall aus bewerten, sodass dazu beigetragen wird, dass spontane Einkäufe, weil eine einfachere Handhabung gegeben ist, immer mehr werden.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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