Soweit im Büro mehr als zwei Leute sitzen, gehört eine Telefonanlage als Standard dazu. Das gilt für den kleinen Selbstständigen in einer Bürogemeinschaft im gleichen Maße wie für mittelständische oder große Firmen. Doch Telefonanlage ist nicht gleich Telefonanlage. Wir verraten, worauf beim Kauf zu achten ist.

Kapazität: Vorausdenkend planen

Foto: © istock.com/acilo

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Eines der wichtigsten Auswahlkriterien ist die Kapazität. Daher sollte die Anlage auch immer so geplant werden, dass sie problemlos auch Personalzuwächse verkraften kann. Denn mit einer Erhöhung der Nutzer werden nicht nur mehr interne Nebenstellen benötigt, sondern auch noch mehr externe Leitungen. Daher eignen sich hierfür am besten modulare Telefonanlagen, die durch nachgekaufte Software-Updates und/oder durch Steckkarten erweitert werden können.

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium betrifft die Frage nach der Netzanwendung. Nach wie vor ist im Geschäftsbereich das digitale ISDN Telefonnetz populär. Denn es gewährleistet eine stabile und hochwertige Verbindungsqualität. Eine weitere grundsätzliche Frage gilt den Nebenstellenapparaten: Sind sie an einen ISDN Bus angeschlossen oder an analoge TAE-Buchsen? Schließlich ist die Zahl der Module bei fast allen Telefonanlagen begrenzt – sowohl bei der internen Kanalzahl als auch bei der externen.

Tipp: Moderne Telefonanlagen, wie beispielsweise von Auerswald, senken durch Nutzung von VoIP die Kosten und kombinieren ISDN mit der Internettelefonie.

Funktionen: Das sollte die Telefonanlage können

Foto: © istock.com/Michael Bodmann

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Die Funktion zur Vermittlung ist heute weitestgehend standardisiert. Daher beherrschen alle Anlagen die Weiterleitung an Nebenstellen oder das Halten von Gesprächen in einer Weiterleitung. Unterschiede gibt es jedoch in Detailfragen, wie beispielsweise, ob sich für einen externen Teilnehmer ein Rückrufwunsch nur im besetzten Fall programmieren lässt oder auch dann, wenn der Angerufene derzeit nicht an seinen Apparat geht.

Das Gleiche gilt für die sogenannte Follow Me-Funktion, bei der es möglich ist, sich unter seiner eigenen Durchwahl bei anderen Nebenstellen anzumelden und dort über die eigene Rufnummer alle ankommenden Gespräche anzunehmen. Wichtig ist zudem, wie viele externe und interne Verbindungen die Elektronik der Anlage gleichzeitig erlaubt. Meistens ist diese Zahl von den Schaltwegen bestimmt – größere VoIP-Systeme hingegen nutzen hierfür spezialisierte Prozessoren, sodass die Anzahl von der Rechnerleistung abhängt. Ein letztes Auswahlkriterium ist auch die Bedienfreundlichkeit der Telefonanlage, diese sollte intuitiv möglich sein.

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Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de in der Redaktion erreichbar.
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