Technologie

Technische Sauberkeit: Wichtiger denn je

Quality Analysis

Manchmal sind es die kleinen Dinge, auf die man achten muss. Der Fortschritt entwickelt sich immer weiter, Bauteile wie Mikrochips werden immer kleiner und bei der Herstellung kommt es auf die höchste Präzision an. Doch eine Sache darf dabei nicht vernachlässigt werden und das ist die technische Sauberkeit. Denn schon die kleinsten Partikel können einen Produktionsablauf stören oder gar unmöglich machen. Das liegt daran, dass gerade im Mikrobereich die Schadensanfälligkeit immer größer wird. Beispielsweise können Leiterbahnen von Platinen verkleben, weswegen das gesamte Bauteil unbrauchbar werden könnte.

Die technische Sauberkeit stellt demnach den Unterschied dar, ob eine Produktion effizient und störungsfrei verlaufen kann oder nicht. Dazu bedarf es aber vor allem einer konsequenten Einhaltung der Vorgaben, die im Kontext der Sauberkeit stehen. Für die qualitative Analyse (Quality Analysis) stehen spezifische Labore bereit, die eine Restschmutzanalyse und eine Sauberkeitsprüfung im Sinne der VDA 19/19.1 durchführen. Um dieser technischen Sauberkeit näher zu kommen, bieten sich unterschiedliche Schritte an.

Partikuläre Verschmutzungen erkennen

Die technische Sauberkeit stellt den Unterschied dar, ob eine Produktion effizient und störungsfrei verlaufen kann oder nicht.
Foto: Bildarchiv ARKM

Vorerst muss die partikuläre Verschmutzung überhaupt erkannt werden. Das stellt sich in der Praxis schwieriger dar als erwartet. Schließlich liegen Teile, die für die Funktion relevant sind, häufig im Inneren von anderen Bauteilen wie Leitungen oder Kanälen, Tanks oder Pumpen. Zur Erhebung des Verschmutzungsgrades ist demzufolge eine Bestandsaufnahme notwendig, auf deren Grundlage eine Evaluierung erfolgt.

Durch den Einsatz und die Kombination von Untersuchungen mit dem Lichtmikroskop und verschiedenen Spektroskopieverfahren können auch die kleinsten Partikel identifiziert und vor allem charakterisiert werden. Im Kontext der Quality Analysis kann so eine korrelative Partikelanalyse entstehen, mit der nicht nur die Anzahl, die Typisierung und die Größenverteilung der Partikel bestimmt werden kann, sondern vor allem geprüft werden kann, aus welcher chemischen Zusammensetzung die Partikel bestehen und wie sie sich verhalten. Letzteres kann also ein Schädigungsverhalten der Partikel vorhersagen.

Präventiv den Störpartikeln entgegenwirken

Auch Mikroverschmutzungen kann präventiv entgegengewirkt werden. Hierzu bedarf es beispielsweise einer intelligenten Bauweise. Wenn so, etwa durch geometrische Formen, verhindert wird, dass sich überhaupt Schmutzpartikel absetzen können, ist bereits ein enormer Schritt in Richtung der technischen Sauberkeit gemacht. Ferner sollte jedoch auch das Qualitätsmanagement in diesem Zusammenhang ein Auge auf die Verschmutzungen haben und die Mitarbeiter geschult werden. Auch sollte es vermieden werden, dass Bauteile wie Schrauben aneinander reiben, da auch dadurch mikroskopische Verschmutzungen entstehen könnten.

Technische Sauberkeit als Qualitätsvorsprung

Die technische Sauberkeit ist heute in vielen Bereichen besonders wichtig geworden. Kleinste Partikel können im Laufe der Zeit größte Schäden verursachen. Dadurch wird ein Produktionsausfall oder ein Defekt von einzelnen Bauteilen wahrscheinlich. Hierbei gilt es, die Standards der technischen Sauberkeit einzuhalten und durch die Quality Analysis im Laufe der Zeit Verschmutzungen zu erkennen, ihre Schädigungswirkung einzuordnen und so Schäden in Zukunft zu verhindern. Besser ist jedoch, wenn man bereits versucht, frühzeitig gegen Verschmutzungen vorzugehen und bereits bei der Produktion von Bauteilen vorbeugend agiert. Dazu gehört auf der einen Seite, dass beispielswiese Bauteile anhand ihrer Form so gebaut sind, dass sich auch mikroskopisch kleine Partikel nicht absetzen können. Auf der anderen Seite ist es allerdings auch sinnvoll, das Qualitätsmanagement für die technische Sauberkeit zu sensibilisieren und die Mitarbeiter im eignen Unternehmen zu schulen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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