Berlin – Der Einzelhandelsmarkt wird aktuell mit Technologien geradezu bombardiert – hier ein neues Gadgets, da eine neue virtuelle Attraktion. Hersteller schmücken sich mit Begriffen wie “innovativ”, “future” und “next big thing”. Viele Geschäfte sind mittlerweile mit Screens und Tablets zugepflastert und die Kunden werden mit Gimmicks überflutet, die nur selten benötigt oder kaum genutzt werden. “Die Technologien im stationären Handel müssen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Branche zugeschnitten und näher am Kunden entwickelt werden, die Funktionen und Gadgets klar definiert sein – schnörkellos, zielorientiert und intuitiv nutzbar. Sie müssen im Hintergrund so unbemerkt und unsichtbar wie möglich agieren, denn im Vordergrund stehen Emotion und Inspiration. Davon hängt der Erfolg im zukünftigen Handel ab”, so Retail-Experte Ayhan Yuruk, Gründer und Managing Director der Showrooming GmbH.

Smarte Retail-Technik statt sinnloser Gimmicks

Quelle: Showrooming GmbH

In einer Welt, die sich schneller wandelt als manch einem lieb ist, heißt es für Händler: immer schneller und immer weiter. Ganz nach dem Motto “Nur nicht den Anschluss verlieren”. Die Digitalisierung verändert die Art des Lebens, Arbeitens und Konsumierens in einer noch nie dagewesene Geschwindigkeit. Im Zuge dessen vermarkten Technologieunternehmen jedes neue Gadget als Lösung für die Probleme der verunsicherten Einzelhändler. Und diese implementieren jeden innovativen “Smarty” aus Angst, den Hype zu verpassen. Doch wo ist eigentlich der Mehrwert für den Kunden, der sich die Zeit nehmen soll, das Ladengeschäft zu betreten und dort auch zu verweilen? Smart Mirror, Roboter Pepper und Virtual-Reality-Brille sind zwar nette Gadgets, doch häufig werden sie an den falschen Stellen oder nicht zielgerichtet eingesetzt. Zu viele komplexe Funktionen machen es für die Kunden zudem oft nicht einfacher. Dabei gilt auch hier: Keep it short and simple.

Nachdem nun die ersten großen Marken zu realisieren beginnen, dass viele Gimmicks und Spielereien nur kurzfristig für Aufmerksamkeit sorgen und keinen weiteren Einfluss auf die Umsatzentwicklung erzielen, wird sich im Retail-Markt wieder einiges verändern. Technologien werden in den Hintergrund gedrängt, um Platz zu schaffen für die wahren Umsatztreiber des stationären Handels: Excellence, Education, Emotion, Entertainment und Engagement = Experiential Retailing. Der Online-Handel kann das aktuell nicht bieten. Und genau diesen Vorteil muss sich der stationäre Handel zunutze machen und die Kunden in inszenierten Erlebniswelten und auf kundenorientierten Veranstaltungen wie DIY-Workshops, Kursen und Influencer Events abholen und auf ihrer Customer Journey begleiten. Dabei wird das Smartphone in Zukunft das wichtigste Gadget für den Retail sein. Dank neuester AR-Technologien (Augmented Reality) wird der Kunde über seinen mobilen Begleiter künftig sämtliche Produktdetails abrufen können. Ein Schwenk mit der Smartphone-Kamera auf das Produkt genügt dann, um nicht nur Preis- und Produktinformationen abzurufen, sondern beispielsweise auch den Warenbestand vor Ort zu prüfen.

“Fakt ist, wir brauchen innovative Technologien. Sie verschaffen uns neue Wege, die Kunden kennenzulernen, auf ihre Wünsche einzugehen und interne Prozesse zu vereinfachen. Doch sollten die Technologien nicht ihrer selbst wegen eingesetzt werden, sondern als sinnvolle Unterstützung”, so Ayhan Yuruk. “Deshalb kuratieren wir bei #SHOWROOMING innovative Retail-Technologien, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Industrie und deren Konsumenten zugeschnitten sind, und wandeln die Verkaufsfläche zu einer Erlebniswelt, um eine klare Differenzierung zum e-Commerce zu schaffen.” Letztendlich sind Augmented Reality und Voice Commerce die Zukunft des Einkaufens, so Yuruks Einschätzung.

Quelle: PIABO PR GmbH

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou

Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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