Der Handel im Internet boomt, im Jahr 2015 haben Konsumenten aus Deutschland Waren um mehr als 52 Milliarden online eingekauft. An der Rangliste der Artikel ändert sich wenig, hier die beliebtesten Produkte, die via online Shopping eingekauft werden:

  • Bekleidung (Umsatzsteigerung 2014/15: 18 Prozent)
  • Elektronikartikel & Telekommunikation (z.B. Smartphones, Plus von 33 Prozent)
  • Bücher und E-Books (hier sank der Umsatz von 2014 auf 2015 um 8 Prozent)

Viele Menschen träumen davon, beruflich auf eigenen Beinen zu stehen. Sieht man sich den wachsenden online Markt an, ist davon auszugehen, dass man mit einem online Shop gut verdienen kann. Experten nehmen an, dass sich der Trend, im Internet einzukaufen, weiter fortsetzt.

Wichtige erste Überlegungen für die Gründung

Wer mit dem Gedanken spielt, einen online Shop zu eröffnet, sollte den Markt und seine potentiellen Kunden genau kennen. Täglich eröffnen neue virtuelle Geschäfte, es wird immer schwieriger, potentielle Käufer auf den eigenen Laden aufmerksam zu machen. Am besten beschäftigt man sich zunächst mit der Frage, welche Kriterien die eigenen Produkte oder Dienstleistungen so besonders machen. Warum sollten Konsumenten im eigenen Laden kaufen und nicht bei der Konkurrenz. Diese Einzigartigkeit der eigenen Artikel wird im Fachjargon als Unique Selling Proposition bezeichnet. Nur wer diese Merkmale genau herausgearbeitet hat und von seiner Geschäftsidee wirklich überzeugt ist, wird diese Vorteile auch den Kunden glaubhaft vermitteln können. Profitable Online Shops leben davon, in Suchmaschinen an den ersten Stellen gereiht zu werden. Selbst das beste Produkt und der innovativste Shop wird von Kunden nicht angesurft, wenn sich die Webseite bei einer Google Suche auf der 5. Seite befindet. Statistiken zeigen, dass mehr als 70 Prozent aller User Seiten aufrufen, die sich auf der ersten Seite der Ergebnisliste befinden. Nur weniger als 10 Prozent machen sich die Mühe, die zweite Seite überhaupt aufzurufen. Fast ein Drittel der Internetnutzer klicken auf das Suchergebnis, das sich ganz oben auf der Liste befindet. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Reihung in Suchmaschinen ist.

Quelle: FirmBee/pixabay.com

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Design des online Shops und Überlegungen für die Zukunft

Für die Kaufentscheidung ist das Design der Webseite ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Finden Kunden nicht nach wenigen Klicks das gewünschte Produkt, werden sie möglicherweise zur Konkurrenz wechseln. Schließlich genügen beim online Shopping wenige Sekunden, um das Geschäft zu wechseln. Daher sollte das Webdesign gut durchdacht sein. Für Gründer, die bei der Erstellung von Webseiten wenig versiert sind, lohnt sich die Investition in eine professionelle Agentur, die sich auf das Design von Webseiten spezialisiert hat. Nach dem Motto „We love what we do“ designen die Profis die Webseite samt Online Shop genau passend zur Firmenphilosophie. Um einen Online Shop betreiben zu können, braucht man spezielle Software. Kleinfirmen verwenden am Anfang gerne gemietete Lösungen. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine Open Source Lösung zu verwenden, die man selbst hostet. Größere Unternehmen mit vielen Artikeln oder speziellen Bedürfnissen entscheiden sich gerne für die Eigenentwicklung einer speziellen Software Lösung. Egal für welche Software man sich entscheidet, wichtig ist, dass man bei der Installation auch an die Zukunft denkt. Bietet man zunächst wenige Artikel an, braucht man kein ausgeklügeltes Warenwirtschaftssystem und kommt ohne aufwändige Buchhaltungssoftware aus. Sollte der online Shop jedoch Erfolg haben und expandieren, werden diese Funktionen mit einem Schlag wichtig. Daher sollte man schon von der Gründung weg auf klare Strukturen Wert legen – nicht nur für den Teil der Softwarelösung, die für Kunden sichtbar ist. Um sich als Betreiber das Leben zu erleichtern, braucht man auch ein gutes Warenwirtschaftssystem und einfache Abrechnungsmodalitäten.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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