Mobile Technologien wie Smartphones und Tablets dienen zunehmend als nützliche Alltagshelfer – auch im Gesundheitswesen. Neu entwickelte Anwendungen sollen es alten oder kranken Menschen ermöglichen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Foto: izmf/spp-o

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Das Schlüsselwort lautet „Mobile Health“, kurz mHealth. Zwar wird auch künftig bei Erkrankungen der Arztbesuch durch nichts zu ersetzen sein. Doch in der medizinischen Vorsorge oder Betreuung von Patienten mit chronischen Leiden wie Diabetes, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck spielen mobile Anwendungen zunehmend eine wichtige Rolle.

Sie ermöglichen es Patienten, Routinekontrollen selbst vorzunehmen. So können zum Beispiel Patienten in Brandenburg, die einen Herzinfarkt erlitten haben und ärztlich beobachtet werden müssen, Blut- und Herzwerte sowie Blutdruck zu Hause selbst erfassen und über ein mobilfunkgestütztes Gerät in die Telemedizinzentren nach Cottbus und Brandenburg übermitteln. Verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand, werden per Mobilfunk der Hausarzt und der zuständige Facharzt informiert. Das Projekt heißt „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“ und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vor allem für Menschen in ländlichen Regionen sind mobile Diagnosesysteme wie diese hilfreich, da lange Anfahrten und Wartezeiten in der Praxis entfallen.

Um den Einsatz mobiler Technologien im Gesundheitswesen weltweit zu fördern, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO im Herbst 2012 zusammen mit der internationalen Fernmeldeunion (ITU) die „mHealth Initiative“ ins Leben gerufen. Ziel des weltweiten Projektes ist es, die Vorsorge und Behandlung chronischer Krankheiten vor allem in Ländern mit mangelhafter medizinischer Versorgung zu verbessern.

In der Entwicklung befinden sich Anwendungen, bei denen mHealth- und Smart Home-Assistenzsysteme zusammenwachsen. Das Bindeglied sind Smartphones: Mit ihnen lassen sich viele Funktionen im Haushalt – vom Licht über die Heizung bis zum Öffnen der Fenster – per App fernsteuern. In Zukunft könnten diese Anwendungen mit Bewegungssensoren in Mobiltelefonen, in der Kleidung oder im Fußboden kombiniert werden und so zum Beispiel erkennen, ob eine eingeschaltete Herdplatte vergessen wurde oder ob eine Person gestürzt ist.

Allgemeine Infos zur Mobilkommunikation gibt es beim Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) unter der gebührenfreien Hotline 0800 3303133 oder unter www.izmf.de.

Quelle: akz

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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