Industrieroboter haben die Industrie, und hier vor allem die Automobilindustrie, stark revolutioniert. Durch die Erfindung konnten verschiedene Fertigungsprozesse und Prozesse in der Verpackung optimiert und verschnellert werden. Industrieroboter sind eine Erfindung, die einen großen Einfluss nimmt und das nicht nur auf die Herstellung und Fertigung nein auch auf den Arbeitsmarkt. Durch den Einsatz dieser Roboter werden Aufgaben übernommen, die vorher von Menschen ausgeführt wurden. Allerdings ist hier zu sagen, dass die Roboter über ein sehr viel höheres Maß an Präzision, Kraft und Schnelligkeit verfügen. Menschen können dieses Maß nicht erreichen. Deutschland liegt mit 322 Industrierobotern pro 10.000 Arbeiter weltweit an der 3. Stelle und ist so ganz oben mit dabei.

Die Verkaufszahlen der Industrieroboter steigen stetig an so wird davon ausgegangen, dass bis ins Jahr 2020 rund 3,05 Millionen dieser Roboter weltweit im Einsatz sein werden. Grund hierfür ist die maßgebliche Rolle, die die Roboter in den Fertigungsprozessen spielen. Der Hauptanteil des Aufschwungs wird von Japan, China, Deutschland, Südkorea und den Vereinigten Staaten von Amerika erwartet.

Deutschland und die EU

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Wie bereits erwähnt, steht Deutschland, mit dem Einsatz von 322 Robotern, die auf 10.000 Arbeiter kommen, an 3. Stelle der Rangliste. Die EU kommt im Gesamten somit auf einen Spitzenplatz, was den Einsatz von Robotern angeht. Vor Deutschland liegen nur Südkorea und Singapur. Die Platzierung lässt sich vor allem auf die Automobilindustrie zurückführen, hier werden der Großteil der Industrieroboter eingesetzt. Aus dieser Branche kommt ein Drittel der Bestellungen von Robotern weltweit.

Die Entwickler und Hersteller von Industrierobotern konnten sich bislang nur langsam auf die wachsende Nachfrage einstellen. Allerdings sind auch hier neue Technologien und Fortschritte zu erwarten so gehen Experten davon aus, dass die Roboter in Zukunft kleiner, flexibler, einfacher und besser zu programmieren und weitaus günstiger sein werden.

Deutschland als Herstellungsland von Industrieroboter

Wer denkt, dass auch bei der Entwicklung und Herstellung von Industrierobotern, China einer der führenden Nationen ist, hat hier weit danebengegriffen. China steht, in diesem Bereich der Entwicklung weit hinten an. Hingegen ist Deutschland eines der führenden Länder in der Entwicklung und Herstellung von Industrieroboter. Das Augsburger Unternehmen KUKA ist weltweit führend bei der Herstellung von Industrierobotern und Automatisierungslösungen. Spezialisiert hat sich dieses Unternehmen auf die Entwicklung und Herstellung von Industrieroboter für die Automobilbranche.

Das Interesse Chinas ist allerdings sehr groß sich auch in dieser Branche einen Namen zu machen und durch eigene Hersteller einen großen Stellenwert zu erreichen. So gibt die Regierung in Peking bekannt, dass diese bis 2025, den Marktanteil eigener Hersteller steigern möchte.

Der Haushaltsgerätehersteller Midea kauft sich mit 86 Prozent in das deutsche Unternehmen KUKA ein und stellt so die große Mehrheit. Das Wissen und Know-How soll allerdings zunächst in Deutschland bleiben. Diese ersten Schritte machen deutlich, wie ernst es China mit der Etablierung im auf dem Markt der Robotertechnologie meint.

Industrieroboter und der Arbeitsmarkt

Laut einer Studie des Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und der Universität Utrecht, die die Auswirkungen des technologischen Wandels auf den Arbeitsmarkt untersucht hat, hat ergeben, dass sich dieser sogar positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Der Einsatz von Industrieroboter lässt die Produktionskosten deutlich sinken, dies führt dazu, dass Angebotspreise ebenfalls sinken. Durch diese sinkenden Preise steigt wiederum die Nachfrage deutlich. So muss wiederum die Produktion erhöht werden, was mit steigender Arbeitsnachfrage verbunden ist.
So lässt sich sagen, dass der Einsatz von Industrierobotern zwar zunächst die Arbeitsplätze sinken lässt, allerdings wirkt sich die steigende Produktnachfrage so stark aus, dass sich im Gegenzug dazu der Arbeitsmarkt deutlich verbessert und das Angebot hier nach dem Einsatz von Robotern höher ist als davor. Da sich allerdings die Verschiebungen der geänderten Jobs nicht direkt vergleichen lässt, können hier keine genauen Angaben gemacht werden.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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