Das Zeitalter der Glühbirne scheint sich dem Ende zu neigen. Denn immer mehr verschwindet die einstige Sensation in Sachen Licht und Beleuchtung aus dem Alltag. Besonders durch die moderne und äußerst energiearme Sparvariante LED hat es die Glühbirne einen sehr schlechten Stand und wird somit immer häufiger gegen die LED-Leuchtmittel ersetzt. Die Tage der klassischen Glühbirne sind gezählt und man geht davon aus, dass uns schon in wenigen Jahren die Glühbirne nicht mehr ins Licht führen wird.

Umweltbewusster und sparsamer ist die moderne Variante der Beleuchtung mittels LED. Diese winzigen Leuchtdioden, die ebenfalls als elektrische Lichtquellen genutzt werden, haben den Weltmarkt innerhalb kürzester zeit flächendeckend erobert. Denn sie sind im Vergleich zu den klassischen Glühbirnen weitaus energiesparender. Der Umsatz von LED-Leuchtmitteln betrug 201 noch rund 9,7 Milliarden. Man geht davon aus, dass es 2020 etwa 64 Milliarden sein werden.

Einst brachte die Glühbirne Licht ins Dunkel

Foto: Comfreak / pixabay.com

Die Form gab ihr den Namen und sie galt als die Jahrhundertentdeckung, die Ihresgleichen sucht. Sie funktioniert auf eine ganz einfache Art: Ein elektrischer Leiter in Form eines Metallfadens wird durch elektrischen Strom aufgeheizt und schlussendlich zum Leuchten gebracht. Das ist schon alles und bedeutete seit Erfindung so viel für die Menschheit. Denn endlich konnten die Menschen auf das übliche Kerzenlicht oder die Spirituslampe verzichten und sich auf eine zuverlässige Lichtquelle in ihren Räumen und Häusern getrost verlassen. Das Ein- und Ausschalten eines Lichtschalters war alles, was sie schlussendlich betätigen mussten, um Licht ins Dunkel zu bringen. Schon vor der Entdeckung des elektrischen Lichts gab es den Begriff Glühlampe allerdings. Denn die klassische Spirituslampe war quasi der Vorläufer der elektrischen Lampe. Jaques Thenard demonstrierte 1801, dass Metalldrähte als Leiter durch den galvanischen Strom zum Leuchten bringen können. Doch die Dauer der Beleuchtung, die Art wie ein Vakuum so aufgebaut werden konnte, dass die Erhitzung und Beleuchtung von längerer Dauer anhalten konnte, war noch nicht am Zenit des Erfindergeistes vieler angekommen. Und viele versuchten sich von 1801 an, sich in Perfektion zu üben und kreierten die ein oder an der Glühlampe, die entweder mit Platinfäden unter Glasglockenleuchten sollte oder auch der Erfindung des Frederick de Moleyns, der 1841 das erste Patent auf eine Glühlampe bekam. Er verwendete dabei Kohlepulver. Es folgten Karbonstifte, die als Glühmaterial genutzt wurden und mehr. Hinzu kamen auch die Schwierigkeiten der Produktion der Glühlampen in Serie. Wie sollten sie schlussendlich für die Masse produziert werden? Erst Thomas Alva Edison war es, der am 27. Januar 1880 das Basispatent für die noch heute fast identisch funktionierende Glühbirne im Detail erhielt.

Heutzutage ist die Auswahl der verschiedenen Leuchtmittel gigantisch herangewachsen. Auf gluehbirne.de findet man beispielsweise eine große Auswahl an ganz unterschiedlichen Leuchtmitteln jeglicher Art.

Die Ära der LED-Lampe hat begonnen

Das Umweltbewusstsein ist besonders in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen und allzeit präsent. Dadurch hat sich insbesondere das Verhalten der Menschen drastisch verändert und im Sektor Energieeinsparung erst recht. Wer Energien einsparen kann, tut einiges dafür und somit verschwindet die Glühlampe als Leuchtmittel immer mehr aus Haushalten weltweit. Die LED-Lampe hält Einzug und überrollt die einzige Glühbirne flächendeckend. Die hohe Energieeffizienz der LED-Lampen hat es tatsächlich in sich und die klassische Schwester Glühbirne kann da einfach nicht mehr mithalten. Die Lebensdauer ist um ein Vielfaches deutlich höher, die Helligkeit ist identische mit der Glühbirne steuerbar und sie benötigt dafür nur einen Bruchteil an Energie. Da die Lebensdauer sehr hoch ist, ist auch ergo de Wirtschaftlichkeit in Sachen Energieeinsparung um eine Vielfaches größer.

Strom ist kostbar

Die Glühbirne wandelt nur etwa drei Prozent ihres Stromverbrauchs für die Lichterzeugung um. Alles andere benötigt sie allein für die Wärmeerzeugung. Wärme, die völlig sinnlos verpufft wird, da sie keiner weiteren Verwendung dient. Deshalb wurde sie europaweit vom Markt genommen und verboten. Alte Halogenlampen sind nicht minder verschwenderisch, wenn sie als Leuchtmittel eingesetzt werden. Denn auch sie beschränken sich bei der Lichterzeugung auf fünf Prozent. Nimmt man nun die Wirkung und den Wirkungsgrad der LED-Leuchte, so entsteht eine Nutzung von bis zu 13 Prozent. Also um ein Vielfaches mehr, als bei allen andern vergleichbaren Leuchtmitteln, die den Nutzern auf dem Markt zur Verfügung stehen. Somit zählt das Umrüsten auf LED-Technik wohl mit zu den effektivsten Spartipps für die Haushaltskasse. Für langfristiges Stromsparen lohnt sich also jeder Wechsel von der Glühbirne zur LED-Leuchte. Bei einer Dreizimmerwohnung beispielsweise, die mit Halogen-Deckenstrahlern beleuchtet wird, würde dies beim Einsatz und gleicher Wattleistung von LED-Leuchten und gleicher Lichtleistung den Jahresverbrauch um mindestens 90 Prozent reduzieren.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: