Ende November geht die Rabattschlacht im Internet in die nächste Runde, denn zahlreiche Onlinehändler kämpfen beim Cyber Monday und Black Friday erneut mit Top-Angeboten um die Gunst der Käufer. Doch wer bietet echte Super-Deals und welche Sonderrabatte sind nichts als heiße Luft? Das Vergleichsportal guenstiger.de hat die Aktionstage aus 2015 untersucht und mehrere hundert Preise verschiedener Onlineshops analysiert. Das Fazit: Verbraucher können durchaus viele Schnäppchenangebote finden, die Rabatte sind jedoch bei Weitem nicht so hoch wie von den Händlern versprochen.

Quelle: guenstiger.de GmbH

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Händler tricksen bei den Ersparnissen

Vor allem eines haben der Cyber Monday und Black Friday gemeinsam: Sie locken mit Rabatten, die weit von der Realität entfernt sind. Händler errechnen die Ersparnis oftmals anhand der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller (UVP), welche deutlich über den handelsüblichen Werten liegt. So hat Amazon bei den untersuchten Angeboten seiner Cyber Monday Woche 2015 mit Reduzierungen von durchschnittlich 43 Prozent geworben. Im Vergleich zu anderen Onlinehändlern lag die tatsächliche Ersparnis jedoch bei 17 Prozent. Gegenüber den Amazon-Preisen der Vorwoche beträgt die Differenz ebenfalls nur 17 Prozent – 26 Prozent weniger als vom Versandriesen angepriesen.

Auch wenn die Rabatte mehrheitlich beschönigt wurden, konnten in den wenigsten Fällen andere Händler die Angebote unterbieten. Bei insgesamt 120 Testprodukten der Amazon Cyber Monday Woche fanden sich lediglich acht, die günstiger waren oder immerhin denselben Preis hatten.

Redcoon und ao.de bieten die besten Black Friday Angebote

Beim Black Friday trumpfte laut Analyse Redcoon mit den besten Deals auf. Käufer konnten hier gegenüber der Konkurrenz 18 Prozent sparen. Im Haushaltsbereich lag ao.de mit einer Ersparnis von 16 Prozent vorn. Cyberport und Amazon waren jeweils 11 Prozent preiswerter als andere Onlineanbieter.

Insgesamt lieferten acht der neun untersuchten Aktionsteilnehmer beim Black Friday 2015 lohnenswerte Schnäppchen. Aus der Reihe tanzte lediglich Douglas: Bei dem Parfümhändler kosteten die Produkte doppelt so viel wie bei anderen Anbietern!

Top-Produkte sind eher die Ausnahme

86 Prozent der über 300 untersuchten Deals entpuppten sich letztlich als wahre Schnäppchen. Verbraucher sollten die Angebote dennoch kritisch betrachten. „Oftmals werden beim Cyber Monday und Black Friday nicht die gefragtesten Produkte, sondern Restposten, unbekanntere Marken oder ältere Ausführungen verkauft”, erklärt Nicole Berg, Communications Manager bei guenstiger.de. Insbesondere Amazon hat größtenteils Randmodelle und Nischenprodukte zur Auswahl. Sollte dazwischen mal ein Top-Gerät dabei sein, müssen Käufer sehr schnell sein. Die Produkte sind erfahrungsgemäß in wenigen Minuten ausverkauft – Prime-Mitglieder haben zudem eine halbe Stunde Vorsprung beim Bestellen. „Verbraucher sollten bei der Schnäppchenjagd nicht voreilig reagieren, sondern in jedem Fall die Preise mit anderen Onlinehändlern vergleichen”, rät Berg.

Quelle: guenstiger.de GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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