Prognosen zufolge werden in diesem Jahr weltweit mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft. Viele dieser Käufer sind Umsteiger, die ihr einfacheres Mobiltelefon durch ein Smartphone ersetzen. Einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM zufolge besitzen 70 Prozent der Deutschen mindestens ein ausrangiertes Mobiltelefon – 23 Prozent davon bewahren sogar zwei Altgeräte auf. Das entspricht hochgerechnet knapp 86 Millionen ausgemusterten Mobiltelefonen, die ungenutzt in den Schubladen liegen.

Foto: IZMF/akz-o

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Doch in jedem Handy stecken wertvolle Rohstoffe. Die Leistungsfähigkeit der Geräte basiert nicht zuletzt auf seltenen Metallen, die im Mobiltelefon enthalten sind.

Dazu zählen Kobalt für den Akku, Gallium und Tantal für die Leiterplatte sowie Silber und Gold für die Kontaktdrähte. Diese Rohstoffe werden in nur wenigen Ländern gefördert. Da einige der Inhaltsstoffe umweltschädlich sind, dürfen Handys nicht im Hausmüll entsorgt werden.

Aber auch Liegenlassen ist keine Lösung. Defekte Althandys gehören ins Recycling. Dadurch können nach aktuellem Stand der Technik gut 80 Prozent der in einem Gerät enthaltenen Rohstoffe zurückgewonnen werden. Das reduziert den Rohstoffabbau und die damit verbundenen Umweltbelastungen.

Wer sein Handy recyceln lassen will, kann es bei kommunalen Sammelstellen oder den Mobilfunknetzbetreibern abgeben – direkt im Shop oder per Rückumschlag. Auch viele gemeinnützige Organisationen sammeln Althandys für das Recycling. Der BITKOM-Umfrage zufolge gibt derzeit etwa jeder fünfte Bürger in Deutschland sein ausgemustertes Gerät bei einer dieser Einrichtungen ab. Vor der Abgabe sollte man private Daten löschen und externe Speicherkarten entfernen.

Für funktionsfähige Handys haben Verbraucher weitere Möglichkeiten, den Rohstoffverbrauch zu drosseln: Sie können ihr Mobiltelefon länger nutzen. Durchschnittlich 18 Monate ist ein Handy in Gebrauch, bevor es durch ein neues Modell ersetzt wird – dabei kann es technisch gesehen mehrere Jahre verwendet werden. Kleinere Defekte können Verbraucher reparieren lassen, Freunden oder Verwandten machen sie mit ihrem aussortierten Handy ein nützliches Geschenk. Außerdem können sie die Nutzungsdauer ihres alten Mobiltelefons erhöhen, indem sie es weiterverkaufen.

Quelle: AkZ

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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