Berlin – Die momentan diskutierten Pläne zu einer Flexibilisierung des Renteneintritts (Flexi-Rente) entsprechen den Wünschen großer Bevölkerungsteile. Jeder Fünfte (19,7 Prozent) der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, länger zu arbeiten, als es das gesetzliche Renteneintrittsalter vorsieht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Quellenangabe: "obs/INSM"

Quellenangabe: “obs/INSM”

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Wunsch länger zu arbeiten, mit steigendem Alter wächst. So ist die Bereitschaft bei der jüngeren Generation (16 bis 29 Jahre) mit 4,5 Prozent deutlich geringer, steigt aber kontinuierlich auf 6,5 Prozent (30 bis 44 Jahre), über 7,3 Prozent (45 bis 59 Jahre), bis schließlich hin zu 19,7 Prozent (60 Jahre und älter) an.

Die Umfrage des IfD Allensbach lässt erkennen, dass der Wunsch länger zu arbeiten in der betroffenen Altersgruppe stark vertreten ist. Die aktuelle Rechtslage erschwert Arbeitnehmern diesen Wunsch jedoch. In Zeiten des demographischen Wandels und damit einhergehenden Fachkräftemangels kann es sich Deutschland nicht leisten, wertvolle Arbeitskräfte – gegen ihren Wunsch – aus dem Arbeitsmarkt zu drängen.
Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: “Die Bundesregierung sollte rechtzeitig auf den demographischen Wandel reagieren und den Wunsch vieler Menschen ernst nehmen. Ein erheblicher Teil gerade der älteren Bevölkerung möchte länger arbeiten. Anstatt teure Rentengeschenke zu verteilen, sollten wir den Menschen einen flexiblen Renteneintritt ermöglichen.”

Eine grafische Darstellung des Umfrageergebnisses finden Sie unter http://ow.ly/vQ9lc und unter www.insm.de/Generationengerechtigkeit.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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