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Strategische Partnerschaft zwischen Daimler und BAIC erneut vertieft

Berlin – Die Daimler AG und ihr chinesischer Partner BAIC Motor Corporation haben heute im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und des chinesischen Premierministers Li Keqiang eine Vereinbarung über rund 1 Mrd. Euro unterzeichnet: Über die GLA-Klasse hinaus werden im Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) weitere Mercedes-Benz Kompaktmodelle lokal gefertigt werden. An der feierlichen Zeremonie nahmen Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG verantwortlich für China, sowie Xu Heyi, Chairman der BAIC Group sowie deren Pkw-Sparte BAIC Motor, teil.

Mit dieser Vereinbarung baut Daimler sein Engagement in China und die strategische Partnerschaft mit BAIC weiter aus. Bei BBAC werden bis 2015 insgesamt rund 4 Mrd. Euro investiert, davon – wie die heute unterschriebene Vereinbarung vorsieht – rund 1 Mrd. Euro alleine in die Lokalisierung weiterer Mercedes-Benz Kompaktmodelle.

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Die heute unterschriebene Vereinbarung zeigt einmal mehr unser langfristiges Bekenntnis zur strategischen Partnerschaft mit BAIC sowie unser Zukunftsvertrauen in den Schlüsselmarkt China, der enormes Potential für Premium-Kompaktfahrzeuge hat. Mit unserer Investition in die lokale Fertigung ebnen wir den Weg für weiteres nachhaltiges Wachstum. Den ersten Schritt machen wir bereits im nächsten Jahr mit unserer GLA-Klasse, die ab dem ersten Quartal bei BBAC vom Band laufen wird.“

Quelle: media.daimler.de
Quelle: media.daimler.de

Die bestehenden Fertigungskapazitäten bei BBAC für die neue C-Klasse Langversion, die seit Juli ausschließlich bei BBAC produziert wird, die E-Klasse Langversion und den GLK werden auf über 200.000 Einheiten in 2015 – dann inklusive der kompakten GLA-Klasse – ausgelegt und somit mehr als verdoppelt. Der GLA ist das erste Kompaktfahrzeug aus lokaler Produktion in China. Seit der Grundsteinlegung im September 2012 ist bei BBAC ein vollkommen neuer Werksteil für die Kompaktwagenfertigung entstanden.

„Kontinuierliche Investitionen in die lokale Produktion und ein dichtes Kooperationsnetzwerk mit starken Partnern sind und bleiben zentrale Elemente unserer Strategie für China,“ sagt Hubertus Troska. „Unsere Partnerschaft mit BAIC ist dafür ein hervorragendes Beispiel: eine deutsch-chinesische Industriepartnerschaft, die seit über zehn Jahren stetig ausgebaut und vertieft wurde. Mit der heute unterschriebenen Vereinbarung stellen wir die Weichen für weiteres nachhaltiges Wachstum.“

Xu Heyi: „Die heutige Vereinbarung stärkt die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit einmal mehr und zeigt, dass BBAC seine Kompetenzen weiter ausbaut – in der Fahrzeugentwicklung und -produktion sowie im Management. BBAC steht exemplarisch für die starke Partnerschaft zwischen China und Deutschland und hat das Vertrauen in Fahrzeuge aus chinesischer Produktion maßgeblich gesteigert. Mit der heutigen Unterzeichnung machen wir BBA noch wettbewerbsfähiger und werden auch zukünftig Maßstäbe für Chinas Automobilindustrie setzen.

Partnerschaft zwischen Daimler und BAIC

Mit über 2 Millionen abgesetzten Fahrzeugen in 2013 ist die BAIC Group Chinas fünftgrößtes Automobilunternehmen und wird in den Fortune 500 der weltgrößten Unternehmen geführt. Daimler ist einer der erfolgreichsten Automobil-Konzerne weltweit. Die beiden Unternehmen verbindet seit 2003 eine langfristige strategische Partnerschaft, die seit Anbeginn umfangreiche und kontinuierliche Investitionen in die chinesische Automobilindustrie getätigt hat. Seit November 2013 ist Daimler mit 12 Prozent an der Pkw-Sparte der BAIC Group, BAIC Motor, beteiligt.

Teil der gemeinsamen Aktivitäten ist das Joint Venture BBAC, das seit 2006 Mercedes-Benz Pkw und seit 2013 auch Motoren produziert. Die hier produzierten 4- und 6-Zylinder-Motoren werden in die von BBAC hergestellten Pkw sowie in Vans eingebaut, die beim Joint Venture Fujian Benz Automotive Co. Ltd. (FBAC) vom Band laufen. Die Produktionslinie wurde flexibel konzipiert – mit einer jährlichen Kapazität von 250.000 Einheiten in der ersten Phase. Im Juli dieses Jahres wurde das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum bei BBAC vollständig in Betrieb genommen. Es ist das weltweit größte F&E Zentrum in einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, zuständig für Fahrzeug- und Komponententests sowie Unterstützung bei Produktionstest und zukünftigen Lokalisierungsprojekten.

Ein weiterer entscheidender Baustein der Partnerschaft ist die Beijing Mercedes-Benz Sales Service Co. Ltd. (BMBS). Das Unternehmen hat im März 2013 den Betrieb aufgenommen. Dort laufen alle Vertriebsaktivitäten für importierte und lokal produzierte Mercedes-Benz Pkw zusammen. Das Joint Venture ist eine wichtige Säule für nachhaltiges Wachstum von Mercedes-Benz in China. Im Gesamtjahr 2013 lieferte das Unternehmen dort (inkl. Hongkong) 218.045 Mercedes-Benz Pkw aus, ein Plus von 11% im Vergleich zum Vorjahr. In 2014 nahm der Absatz weiter an Fahrt auf: Per September wurden 203.485 Fahrzeuge (+30,5%) an Kunden in China ausgeliefert.

Eine zunehmend wichtige Rolle beim Vertrieb in China spielt Daimler Financial Services (DFS). DFS bietet bereits seit 2005 über Mercedes-Benz Auto Finance China Fahrzeugfinanzierungen an, und seit 2012 ergänzt Mercedes-Benz Leasing Co. Ltd. das Produktportfolio mit Leasingangeboten. Inzwischen ist jedes fünfte in China verkaufte Fahrzeug von Daimler finanziert.

Die Partnerschaft von Daimler und BAIC geht über das Pkw-Geschäft hinaus: Bei Beijing Foton Daimler Automotive Co. Ltd. (BFDA) laufen seit Mitte 2012 gemeinsam produzierte mittelschwere und schwere Lkw der Marke Auman vom Band. Das Joint Venture setzte in 2013 103.300 Fahrzeuge ab.

Quelle: media.daimler.com

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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