Potsdam – Weg vom eigenen Auto, hin zum Wagen für alle – eine Studie der PwC zur Share Economy prognostiziert eine rückläufige Zahl an Autobesitzern bei steigender Nutzung von Alternativen wie Fahrzeugvermietungen oder Car-Sharing-Angeboten. Jedoch betrachten Verbraucher bisher mangelnden Komfort und fehlenden Datenschutz als größten Nachteil beim Gebrauch von geteilten oder geliehenen Autos. Mit dem Einzug der Digitalisierung in diesen Bereich lassen sich Angebote jedoch individualisieren, qualitativ hochwertiger und sicherer bereitstellen. „Verbraucher und Anbieter müssen Komfort- und Luxusausstattungen nicht länger vom Auto abhängig machen – diese können jederzeit flexibel gebucht werden. Fortan stellen Autovermietungen etwa nur voll ausgestattete Automodelle zur Verfügung. Intelligente Verträge ermöglichen dabei die Anpassung der elektronischen Komfort-Ausstattung wie etwa Sitzheizungen an den individuellen Kundenwunsch”, erläutert Matthias Stauch, Vorstand der Intervista AG. Der Spezialist für Digitalisierung des Vertriebs implementiert Smart Contracts in Salesplattformen, um Dienstleistungen zu automatisieren.

Luxusausstattung auf Abruf? Smart Contracts verändern die Automobilindustrie

Quelle: Borgmeier Public Relations

Verträge aus Datensätzen

Fahrzeughersteller, Autovermietungen oder Car-Sharing-Anbieter profitieren von individualisierbaren Diensten, denn in Zeiten der digitalen Transformation fordern Kunden angepasste Serviceplattformen, ständige Updates und buchbare Upgrades: Um am Markt mitzuhalten, müssen Unternehmen und Anbieter ihre Vertriebskanäle digitalisieren. Durch die Blockchain-Technologie rücken auch rechtssichere Smart Contracts für den Vertrieb in den Vordergrund. Kryptografisch geschützt erfolgt die Einspeisung von Informationen in abgesicherte Netzwerke und verifizierte Rechenzentren, die zusätzlich für den Schutz der Daten sorgen. „Smart Contracts funktionieren jedoch auch ohne Blockchain-Technologie. Die systemunabhängigen intelligenten Verträge können beliebig komplex sein. Sie basieren auf einem Quellcode, der dafür sorgt, dass alle Vorgänge automatisiert auf Rechtssicherheit geprüft und Vertriebskanälen optimiert werden”, erklärt der Experte für Automatisierungslösungen. Große Konzerne der Automobilindustrie arbeiten bereits an der flächendeckenden Umsetzung der intelligenten Vertriebsplattformen.

Dienstleistung neu gedacht

Mit der Digitalisierung von Verträgen entfällt die menschliche Schnittstelle zur Überprüfung und zur Verifizierung der Vertragsbedingungen. Detaillierte Anweisungen zur weiteren Vorgehensweise sind im Quellcode beziehungsweise in der Produkt-DNA des elektronischen Abschlusses hinterlegt und laufen voll automatisiert ab. Davon profitieren sowohl Anbieter als auch Verbraucher. Auto aussuchen, Versicherung abschließen oder ein Navigationssystem mieten – diese Buchungsoptionen verlangen oft noch eine schriftliche Bestätigung aller Vertragsteilnehmer. Smart Contracts dämmen an dieser Stelle jedoch Fehlerpotenzial ein und verkürzen, vereinfachen oder holen Vorgänge nach. Denn: Per Smartphone sind die komplexen Buchungsvorgänge aus dem Auto heraus möglich. Mit der einfachen Bedienbarkeit, ähnlich einem App-Store, können Anwender Assistent-Services wie Hotelbuchungen sowie Wettervorhersagen flexibel über den Bordcomputer bestellen oder von diesem eventbasierte Vorschläge erhalten. „Bei einem Grenzübertritt in die Schweiz, schlägt der Bordcomputer eine passende Navigationskarte für das Land vor. Misst das Auto anschließend fallende Temperaturen, könnte dieses dem Fahrer eine Sitzheizung empfehlen. Die rechtssichere Multikanalkommunikation ermöglicht Kunden zudem die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen über das Smartphone, per Anruf, SMS oder E-Mail”, weiß Stauch. Fahrzeughersteller, Car-Sharing-Anbieter oder Autovermietungen profitieren zugleich von einem kalkulierbaren Fuhrpark und Einsparpotenzialen durch eine optimale Auslastung bei gleichzeitig steigender Kundenzufriedenheit.

Quelle: Borgmeier Public Relations

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Despina Tagkalidou

Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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