Teilautomatisiertes Fahren: Stauassistenten erhöhen Komfort und Sicherheit

Die Vorfreude ist groß, die Koffer sind gepackt – endlich geht es in die Ferien. Ein Großteil der Bundesbürger nutzt das eigene Auto, um ans Urlaubsziel zu gelangen. Besonnenheit geht dabei vor: “Autofahrer sollten regelmäßig Pausen einlegen, sich nicht übermüdet ans Steuer setzen und auch nicht Etappen von 1.000 Kilometern und mehr am Stück herunterfahren – eine Zwischenübernachtung dient der Sicherheit und der guten Laune der ganzen Familie”, rät Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Gelassenheit ist auch gefragt, wenn es zwischenzeitlich nur im Schritttempo vorwärts geht: Ferienzeit ist auch Stauzeit. Fahrerassistenzsysteme können in diesen Situationen einen Großteil der Fahrzeugführung übernehmen und somit für eine sichere und entspannte Fahrt sorgen.

Foto: djd/Robert Bosch/Rainer Berg

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“Stauassistenten” sind bereits in Serienfahrzeugen erhältlich

Ständiges Anfahren und Bremsen im Stau bedeutet Stress. Zudem ist bei dichtem Verkehr besonders viel Konzentration gefragt – nur einige Sekunden durch den quengelnden Nachwuchs auf der Rücksitzbank abgelenkt, und schon kommt es zu einem ärgerlichen Auffahrunfall. In diesen Fällen sorgt das teilautomatisierte Fahren mit einem Stauassistenten für Abhilfe. Erste Serienfahrzeuge sind bereits mit diesen Systemen, etwa von Bosch, ausgerüstet.

Der Stauassistent hilft dem Fahrer, auch bei dichtem Verkehr oder im Stau sicher ans Ziel zu kommen. Als teilautomatisierte Assistenzfunktion übernimmt das System die Längs- und Querführung des Fahrzeugs – das heißt, das Auto kann automatisch anfahren, beschleunigen und bremsen sowie im Rahmen gewisser Grenzen selbstständig lenken. “Dies geschieht durch die Kombination eines Radarsensors mit einer Videokamera”, erläutert Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Unterhalb von 60 Stundenkilometern kann das Auto auf diese Weise automatisch dem Vordermann mit sicherem Abstand folgen.

Fahrer bleibt verantwortlich

Verantwortlich bleibt in jeder Sekunde indes weiter der Fahrer: Er muss den Stauassistenten per Knopfdruck aktivieren und kann, wenn er möchte, auch eingreifen – etwa durch eine Bremsung oder einen Spurwechsel. “Zudem muss der Fahrer jederzeit zur vollständigen Übernahme der Fahrzeugführung bereit sein”, so Gerhard Steiger weiter. Der Experte erwartet, dass die Systeme in den kommenden Jahren noch leistungsfähiger werden. Dann sollen höhere Geschwindigkeitsbereiche und komplexe Fahrsituationen wie etwa ein selbstständiger Spurwechsel möglich sein. Entspannter wird die Fahrt in die Ferien damit in jedem Fall – ob mit oder ohne Stau.

Quelle: Djd

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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