Die Renault Gruppe ist weltweit weiter auf Wachstumskurs und erreichte im dritten Quartal 2016 einen Umsatz von 10,546 Milliarden Euro. Diese Steigerung um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert aus der guten Entwicklung des europäischen Marktes und dem Erfolg der Renault Modellpalette. Im gleichen Zeitraum stieg der weltweite Absatz der Gruppe um 16 Prozent auf 721.741 Fahrzeuge und lag damit deutlich über dem Ergebnis des Gesamtmarktes, der sich lediglich um fünf Prozent verbesserte.

Basis für den Erfolg auf globaler Ebene sind die positive Marktentwicklung und die nahezu komplett erneuerte, attraktive Modellpalette der Marke Renault. In Europa verzeichnet die Renault Gruppe ein überdurchschnittlich gutes Absatzplus von 11,3 Prozent, während sich der Gesamtmarkt um 5,3 Prozent verbesserte. Dank der neu eingeführten Modelle, der weiterhin starken Nachfrage bei den Volumenmodellen Clio und Captur sowie des sehr guten Ergebnisses von Dacia wuchs der Marktanteil der Gruppe um 0,5 Prozentpunkte. Außerhalb Europas verbesserte die Renault Gruppe ihren Absatz um 21,5 Prozent. Herausragend entwickelte sich dabei das Geschäft in der Region Afrika, Mittlerer Osten und Indien mit einem Absatzplus von 85 Prozent. Angesichts des guten Quartalsergebnisses hält die Renault Gruppe weiter an ihren Zielen für das Gesamtjahr fest.

Quelle: Renault Presse-Service

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Dank des hervorragenden Absatzes in allen Regionen konnte die Renault Gruppe ihren globalen Marktanteil um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent verbessern. In Europa stiegen die Zulassungen um 11,3 Prozent und der Marktanteil wuchs um 0,5 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent.

Die Neuzulassungen der Marke Renault in Europa stiegen um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grund dafür ist die große Nachfrage nach den neuen Modellen Mégane, Kadjar, Espace und Talisman. Die vierte Generation des Clio behauptet auch vier Jahre nach Marktstart den zweiten Rang in der europäischen Zulassungsstatistik. Der Captur führt zudem weiterhin die Neuzulassungen bei den kompakten SUV-Modellen an.

Bei den Elektrofahrzeugen beträgt der Renault Marktanteil im dritten Quartal 2016 europaweit 20,8 Prozent. Das meistverkaufte Elektrofahrzeug Europas, der Renault ZOE, verzeichnet ein Zulassungsplus von 22,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015.

Exzellent entwickelte sich erneut auch Dacia: Die Renault Tochter legte gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 22,1 Prozent zu.

ZUWÄCHSE IN ALLEN REGIONEN

Außerhalb Europas verzeichnet die Renault Gruppe ein hervorragendes Ergebnis: Trotz der schwierigen Marktlage in Brasilien, Russland und Algerien verbesserte sich der Absatz international im dritten Quartal um 21,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Neuzulassungen in der Region Afrika, Mittlerer Osten und Indien stiegen um 85 Prozent; der Marktanteil wuchs um 2,7 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Die Marktöffnung im Iran zeigt weiter Wirkung. Der Fahrzeugabsatz erhöhte sich dank der starken Nachfrage bei den Modellen Logan und Sandero um 135,5 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung des Marktanteils von 2,9 Prozentpunkten auf 9,6 Prozent. In Indien konnte die Renault Gruppe ebenfalls nahtlos an den positiven Trend anknüpfen und steigerte die Neuzulassungen um das Siebenfache gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015. Erfolgsträger ist der speziell für den Subkontinent entwickelte Kwid, von dem in diesem Jahr schon rund 83.000 Einheiten verkauft wurden. Allein im dritten Quartal entschieden sich über 34.350 Kunden für den Mini-SUV.

Ein positives Ergebnis verzeichnete die Renault Gruppe in der nordafrikanischen Maghreb-Region (Marokko, Tunesien, Algerien). Während der Gesamtmarkt um 15 Prozent zurückging, steigerte die Gruppe ihre Verkäufe um 13,6 Prozent. In Algerien verbesserte sich die Gruppe um 29,2 Prozentpunkte und baute ihre Top-Position auf einen Marktanteil von 63,1 Prozent aus.

In der Region Amerika erhöhte sich der Renault Marktanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Wachstumstreiber ist der aufstrebende Markt in Argentinien, wo Renault bei den Verkäufen ein überdurchschnittliches Plus von 21,7 Prozent verzeichnet, während sich der Gesamtmarkt um 12,7 Prozent verbesserte. Auf dem rückläufigen brasilianischen Markt (-17 Prozent) konnte sich die die Renault Gruppe weitestgehend dem Negativtrend widersetzen und verbesserte ihren Marktanteil um 0,4 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Mit dem Marktstart des Oroch Ende 2015 und dem in Kürze erhältlichen Alaskan wird die Gruppe zudem ihr Angebot in dem dynamisch wachsenden Pick-up-Segment deutlich ausbauen.

In der Region Eurasien erhöhte die Gruppe ihren Marktanteil um 0,7 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent. Während der stark rückläufige russische Markt um 15,1 Prozent nachgab, gingen die Renault Verkäufe um 4,7 Prozent zurück. Dadurch verbesserte sich der Marktanteil der Renault Gruppe um 0,9 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Der neue Kompakt-SUV Kaptur verzeichnet seit seinem Marktstart im Juni 2016 bereits 7.500 Bestellungen.

Auch in der Region Asien-Pazifik erzielte die Renault Gruppe Bestwerte. Der Konzern steigerte den Absatz um 25,6 Prozent, während der Gesamtmarkt lediglich um 11,5 Prozent zulegte. In Südkorea verzeichnet Renault Samsung Motors dank der neuen Modelle SM6 und QM6 ein Zulassungsplus von 24,5 Prozent. In China erzielte der neue Kadjar seit dem Marktstart im März 2016 bereits rund 11.000 Neuzulassungen. Allein 6.000 Einheiten verkaufte die Renault Gruppe im dritten Quartal. Darüber hinaus baut die Renault Gruppe ihr Servicenetz mit aktuell 125 Betrieben weiter aus: Bis zum Jahresende stehen Kunden voraussichtlich 150 Stützpunkte zur Verfügung.

UMSATZZAHLEN DER EINZELNEN GESCHÄFTSFELDER

Der Umsatz der Renault Gruppe erreichte im dritten Quartal 10,546 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 13 Prozent (wechselkursbereinigt um 16,7 Prozent).

In der Automobilsparte stieg der Umsatz dank Volumenzunahme (+10,7 Prozentpunkte) und positiver Preiseffekte (+4,6 Prozentpunkte) um 13,5 Prozent auf 9,989 Milliarden Euro. Die Preiseffekte beruhen zum einen auf Preiserhöhungen in Schwellenländern, die den Währungsverfall der schwächeren Märkte ausgleichen. Zum anderen wirken sich die Markteinführungen der neuen Modelle positiv auf das Ergebnis aus. Die steigenden Verkäufe an Partner (+1,8 Prozent) sind das Ergebnis der verstärkten CKD-Verkäufe (Complete Knock Down = zugelieferte Teilesätze zur Endmontage) in China und im Iran. Auch der Absatz an Partner in Europa legte erneut zu. Der Anstieg des Euro gegenüber einer Reihe von Währungen (u.a. argentinischer Peso, Pfund Sterling) hatte einen negativen Effekt in Höhe von 3,8 Prozentpunkten auf den Umsatz. Der Mix Preis-Produkt entwickelte sich im dritten Quartal negativ (-2,5 Prozentpunkte), was vor allem auf die Einführung des Kwid zurückzuführen ist.

Die Finanzsparte (RCI Banque) erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 557 Millionen Euro, was einem Zuwachs um 4,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr entspricht. Die Zahl neuer Finanzierungsverträge stieg um 10 Prozent. Das durchschnittliche Anlagevermögen erhöhte sich um 17,5 Prozent auf 33,9 Milliarden Euro.

AUSBLICK 2016

Die Renault Gruppe erwartet 2016 ein Wachstum des globalen Automobilmarktes von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der europäische sowie der französische Markt dürften um mindestens fünf Prozent wachsen. Dagegen dürfte der Rückgang in Brasilien voraussichtlich 15 bis 20 Prozent betragen. In Russland ist mit einem Minus von 12 Prozent zu rechnen. China (+4 bis 5 Prozent) und Indien (+7 bis +9 Prozent) dürften ihr Wachstum voraussichtlich weiter fortsetzen.

Vor diesem Hintergrund erwartet die Renault Gruppe (auf vergleichbarer Basis)

  • einen Umsatzzuwachs bei unveränderten Wechselkursen
  • eine Verbesserung der operativen Marge der Gruppe
  • einen positiven operativen Free Cash-Flow in der Automobilsparte.

Quelle: Renault Presse-Service

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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