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Glasartige Beschichtungen für Automobilteile verbinden Schutz mit farbiger Schönheit

Die Wünsche der Autoliebhaber sind heutzutage vielfältig: So zählen Sicherheit im Fahrzeug, ein gutes Fahrgefühl, ein kräftiger Motor oder ausgeklügelte Technik zu beliebten Themen. Wenn der Fahrer mit seinem Fahrzeug beeindrucken möchte, kommen verstärkt auch dekorative Elemente, wie farbige Felgen, Bremssättel, Auspuffe, Trittbretter oder Karosserie- und Motorteile hinzu. Im Idealfall lassen sich dekorative Beschichtungen mit dem Schutz vor Korrosion und Verschleiß verbinden. Auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung IAA stellt das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien solche Beschichtungen vor. Es präsentiert seine Ergebnisse in Kooperation mit automotive.saarland in Halle 4.0 am Stand D27.

Copyright: INM
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Die Beschichtungen verfügen über glasartige und glaskeramische Eigenschaften. Deshalb vermindern sie Korrosion und Verschleiß, die Anfälligkeit für Zerkratzen oder Anlaufen und sonstige Oxidationsprozesse an Oberflächen. Ergänzend zu diesen Schutzeigenschaften lassen sich mit dem Herstellungsverfahren des INM je nach Wahl der Farbpigmente hochtemperaturstabil die Farben rot, schwarz, grün, weiß und blau für dekorative Zwecke erzeugen. Diese Funktionsbeschichtungen eignen sich für metallische Untergründe wie Stahl, Aluminium oder Legierungen oder als Schutzschicht für gläserne Komponenten.

„Neben den genannten Eigenschaften ergeben sich durch unsere Herstellmethode weitere Möglichkeiten“, sagt Peter William de Oliveira, Leiter des Programmbereichs Optische Materialien. Dazu zählten mögliche Antihaft-Eigenschaften, eine gewisse Flexibilität der Schicht oder auch die Möglichkeit einer elektrischen Isolierung durch die Glasartigkeit.

Für die Beschichtungen verwendet das INM spezielle Silikate. Sie werden über eine Einschritt-Reaktion in ein Sol-Gel-Nanokomposit übergeführt. Je nach Farbpigment und Untergrund können Oberflächen damit bei 200 bis 800 Grad Celsius hermetisch versiegelt werden. Die Dicke dieser Schichten liegt bei zwei bis zehn Mikrometern. Gekrümmte und plane Oberflächen lassen sich einfach in Tauchkammern oder Sprühkabinen mit dem Komposit beschichten.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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