Die intelligente Wandladestation für Elektroautos, auch als Wallbox bezeichnet, bietet Nutzern mehr Komfort und Sicherheit gegenüber herkömmlichen Steckdosen. Mit den fest installierten Stationen können Besitzer ihre Elektroautos bequem zuhause aufladen. Daher stellt sich vor oder nach dem Kauf des Elektroautos schnell die Frage, ob sich die Installation der eigenen Wallbox lohnt. Bei einer Vielzahl unterschiedlicher Modelle und Hersteller müssen Interessenten wissen, welche Ladestation zu den eigenen Bedürfnissen und dem Elektroauto passt.

Die Wahl der richtigen Wallbox

Foto: Bildarchiv ARKM

Wer sich für die Anschaffung einer Wallbox entschieden hat, muss zunächst zwischen den verschiedenen Modellen das passende wählen. Nutzer sollten daher wissen, ob sie eine Ausführung mit oder ohne fest installierte Kabel bevorzugen. Wallboxen mit Kabel sind praktisch, da dieses bereits befestigt ist und somit nicht vor jeder Ladung neu angebracht werden muss. Die Wallboxen verfügen meist über den in Europa gängigen Typ-2-Stecker. Dieser tauscht nicht nur Energie, sondern auch Informationen mit dem Fahrzeug aus. Asiatische Fahrzeugmodelle benötigen dagegen einen Typ-1-Stecker. Um diese Fahrzeuge mit der heimischen Ladestation zu koppeln, benötigen Fahrzeugnutzer ein zusätzliches Anschlusskabel, um die beiden Steckervarianten miteinander zu verbinden.

Beim Kauf entscheidend ist darüber hinaus die Ladeleistung der Wallbox. Es stehen Modelle mit verschiedenen kW-Leistungen zur Verfügung. Die Wahl hängt davon ab, welches Auto geladen werden soll und wie groß dessen Batterie ist. So gibt es Fahrzeugmodelle mit Leistungen zwischen 3,7 KW bis 22 kW. Eine 11-kW-Ladestation lädt über Nacht beispielsweise auch große Batterien auf. Die Ladezeit schwankt dabei je nach Leistung der Wallbox, Batteriekapazität und Auto.

Fahrzeugnutzer, die zur Miete wohnen, müssen die Installation einer Wallbox außerdem rechtlich mit dem Vermieter abklären. Hausbesitzern dagegen steht die Installation frei, sie sollte jedoch nur von qualifizierten Fachpersonen vorgenommen werden.

Kosten einer Wallbox

Eine Wallbox ersetzt die herkömmlichen SchuKo-Steckdosen. Diese sind nur bedingt für extreme mehrstündige Belastung des Ladevorgangs ausgelegt. Experten raten daher von einer Dauernutzung normaler Steckdosen zum Aufladen des Elektroautos ab. Für eine Ladestation zahlen Nutzer je nach Modell und Anbieter zwischen 500 bis 2500 Euro. Zusätzliche Installationskosten schlagen mit ca. 1000 Euro zu Buche. Dazu kommen Gebühren für mögliche Erweiterungen und Überprüfungen durch Experten. Interessenten sollten, wenn möglich, vor dem Kauf eines Elektroautos prüfen, ob die Händler Vergünstigungen bei der Anschaffung einer Wallbox anbieten.

Die intelligenten Ladestationen verkürzen die Wartezeit bis zur vollständigen Akkuladung und reduzieren den Nebenverbrauch durch die Batterie. Dabei sinkt der Energieverlust mit steigender Ladeleistung der Wallbox. Trotz des erhöhten Wirkungsgrades gegenüber herkömmlichen Steckdosen fällt der reduzierte Stromverbrauch gegenüber den Anschaffungs- und Installationskosten wenig ins Gewicht. Eine Wallbox rechnet sich durch den reduzierten Energieverbrauch erst viele Jahren nach der Anschaffung. Für Nutzer sollte daher nicht der Sparfaktor im Vordergrund stehen, sondern der Komfort und Sicherheitsaspekt.

Falls Sie mehr zu diesem Thema in Erfahrung bringen möchten: Net4Energy liefert Tipps, was bei der Anschaffung einer Wallbox zu beachten ist.

ANZEIGE:

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: