Haben Sie schon einmal von einem Kolbenfresser gehört? Wenn ja, dürfte Ihnen die Erinnerung daran noch fest in den Gedanken stecken. Wenn nicht, sollten Sie alles tun, um so einen Vorfall zu vermeiden. In der Regel tritt ein Kolbenfresser auf, wenn der Motor zu lange mit zu wenig oder dem falschen Schmiermittel betrieben wurde. Auch undichte Kolbenringe können der Grund für einen Kolbenfresser sein. Dabei reiben die Kolben an der Zylinderwand, erhitzen sich und setzen sich schließlich vollständig fest.

Ein Austauschmotor muss her, aber wie?

Foto: CWS8 / pixabay.com

Sobald ein Motor einen Kolbenfresser hatte, ist er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit für immer zerstört. Zusätzlich passiert es oft, dass bei einem Kolbenfresser auch die Zylinder, die Lager und die Kurbelwelle einen ordentlichen Schlag abbekommen. Ist das Fahrzeug erst wenige Jahres alt, noch gut in Schuss oder ein Oldtimer mit besonderem Wert, lohnt sich auf jeden Fall die Anschaffung eines Austauschmotors. Natürlich sollten Sie vorher überprüfen, ob noch andere Ersatzteile gekauft werden müssen, um das Fahrzeug wieder fahrbereit zu machen.

Um Probleme im Vorfeld besser einschätzen zu können, sollten spezialisierte Dienstleister zurate gezogen werden. Online kann man speziell bei Austauschmotoren Caroobi für eine Erstdiagnose befragen. Ähnlich dem Prinzip der Ärzteplattform Jameda können bereits im Vorfeld die Daten online ausgewertet und eine passende Werkstatt empfohlen werden. Kann Ihr Motor eventuell doch noch repariert werden oder muss tatsächlich ein neuer Motor her? Diese und viele weitere Fragen können letztendlich erst dann beantwortet werden, wenn Ihr Fahrzeug gesichtet und eine Diagnose durchgeführt wurden.

Woran erkenne ich, dass mein Motor einen Schaden hat?

Neben dem oben beschriebenen Kolbenfresser gibt es noch viele weitere Anzeichen für einen Defekt des Motors. Dazu gehören:

• Weißer Rauch aus dem Auspuff
• Blauer Rauch aus dem Auspuff
• Steigender Ölverbrauch (Sie müssen öfter nachkippen)
• Verlust von Kühlwasser
• Weniger Leistung als sonst
• Ungewöhnliche Motorengeräusche

Stottert Ihr Fahrzeug, kann es sich lediglich um eine defekte Benzinleitung handeln. Es kann aber auch ein Defekt in der Einspritzpumpe oder der Zündanlage sein. Besonders bei weißem Rauch sollten Sie sofort eine Werkstatt aufsuchen. In diesem Fall dringt Motoröl in den Verbrennungsraum, was zu schwerwiegenden Folgeschäden führen kann.

Ist der Austauschmotor genauso gut, wie der Originalmotor?

Selbstverständlich. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass es sich um einen Originalmotor handelt. Ob dieser fabrikneu oder gebraucht sein soll, hängt von Ihrem Budget ab. In der Regel sind gebrauchte Austauschmotoren jedoch geprüft. Der Einbau eines Austauschmotors dauert ca. 8 bis 10 Stunden bei einem älteren Fahrzeug. Bei neueren Fahrzeugen wird mehr Zeit benötigt, da hier deutlich mehr Technik in Form von Sensoren in den Motoren verbaut wurde.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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