Härtetest: Umfangreiche Erprobung in Labors und auf der Straße

Das Erprobungsprogramm für offene Fahrzeuge von Mercedes-Benz Cars ist umfangreich – und für alle Modelle identisch: Daher wurde das neue smart fortwo cabrio denselben strengen Tests unterzogen wie beispielsweise das S-Klasse Cabriolet von Mercedes-Benz. So wird in einem Dauerlauf das Öffnen und Schließen des Verdecks über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs simuliert. Neben diesem Komponententest, der 20.000 Lastwechsel umfasst, müssen sich Verdeck und Verdeckmechanik auch in der Klimakammer bewähren. Denn selbst bei Temperaturen zwischen -15 und +80 Grad Celsius muss eine einwandfreie Funktion sichergestellt sein. Hinzu kommt ein so genannter Missbrauchstest bei -40 Grad Celsius und völlig vereistem Dach: Eine Überlastsicherung schützt in diesem Fall den Motor des Verdeckantriebs.

Quelle: Daimler AG

Quelle: Daimler AG

Der Waschstraßentest stellt sicher, dass smart cabrio Passagiere stets im Trockenen sitzen. Mit 500 Lastwechseln entspricht die Anforderung dabei der des Coupés. Neben dieser Erprobung in der Entwicklungsphase wird auch jedes einzelne smart cabrio auf Dichtigkeit überprüft: Am Ende der Produktion wird im Werk Hambach jedes Fahrzeug sieben Minuten lang mit einer standardisierten Wassermenge beregnet.

Die Zugfreihaltung haben die Entwickler im Windkanal von Mercedes-Benz mit Hilfe der Versuchspuppe „Tanja“ untersucht. Sie ist mit insgesamt 16 Geschwindigkeitssensoren an Hals und Armen bestückt, mit denen sich die Strömungsgeschwindigkeiten des Fahrtwindes im Innenraum messen lassen.

Hinzu kommt die umfangreiche Fahrzeug-Gesamterprobung auf Testgeländen und Straßen unterschiedlichster Qualität rund um den Globus.

smart cabrio: Seit 15 Jahren Kultcharakter

Quelle: Daimler AG

Quelle: Daimler AG

Auf der IAA überrascht smart 1999 die Weltöffentlichkeit mit einer Reihe neuer Modellstudien. Auf Grundlage des smart city coupé wird eine Cabrio-Version präsentiert, die der „geschlossenen“ Kleinstwagengesellschaft eine neue Dimension öffnet – das Dach. Das smart cabrio bietet Lebensfreude pur. Im Frühjahr 2000 rollen die kleinsten Seriencabrios der Welt auf den europäischen Straßen. Seit dem ersten Modellwechsel 2006 ist das Verdeck vollautomatisch betätigbar, bei der dritten, ab 2010 erhältlichen Generation erweitern neue Verdeckstoffe in Rot und Blau die Farbauswahl.

Frischluftvergnügen bieten in der smart Geschichte indes auch andere Modelle. Für absolute Offenheit sorgt eine besondere Fahrzeugvariante, die 2002 auf den Markt kommt: der smart crossblade. Er hat keine Türen, kein Dach und keine Windschutzscheibe. Sein Fahrer bewegt sich unter freiem Himmel durch die Landschaft, lässt sich den Fahrtwind ungehindert ins Gesicht wehen und genießt das unvergleichliche Fahrerlebnis. Nur über dem Cockpitbereich stemmt sich ein schmaler, dunkel getönter Windabweiser gegen die Dynamik der Fahrt. smart entschließt sich, von dem Fahrzeug ein Jahr später eine Kleinserie auf den Markt zu bringen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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