München – Vom Sofa aus während des TV-Programms bequem online bestellen – so sehen knapp drei Viertel der deutschen Internetnutzer das zukünftige Einkaufsszenario. Fernsehgeräte mit Internetzugang werden in Zukunft häufiger fürs Online-Shopping eingesetzt werden, im Vergleich zum Vorjahr liegt der Wert um 12 Prozentpunkte höher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Auftrag der Internet World Messe zum zweiten Mal unter deutschen Internetnutzern durchführt.

Quellenangabe: "obs/Internet World Messe"

Quellenangabe: “obs/Internet World Messe”

Knapp drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass das Fernsehgerät mit Internetanschluss bald als Shoppingkanal stärker präsent sein wird. Damit liegt der vernetzte TV-Screen zwar hinter dem Tablet-PC und dem Smartphone. Der Vergleich zu den Ergebnissen der Vorjahres-Studie zeigt jedoch: Die Zahl derjenigen, die im vernetzten Fernseher eine künftige Einkaufsmeile sehen, stieg deutlich um 12 Prozentpunkte an: von 61 Prozent auf 73 Prozent. Der Veränderungswert für die vernetzten Spielekonsolen liegt sogar noch höher, nämlich bei 15 Prozent. Smartphones hingegen verzeichnen im Vorjahresvergleich nur ein Plus von vier Prozentpunkten, die Tablet-PCs verlieren sogar einen Prozentpunkt.

An diesen Ergebnissen lässt sich die allmähliche Akzeptanz von Online-Inhalten auf dem TV ablesen. Für den Online-Handel bedeutet das: Nach den kleinen Screens der Smartphones und den etwas größeren Tablet-Monitoren wartet schon der nächste Bildschirm auf die Anpassung des Shops, diesmal großformatig und meist im Wohnzimmer. Doch es wird sicher noch eine Weile dauern, bis Konsumenten auf TV-Bildschirmen durchs Web surfen und bestellen.

Der Aufstieg der großen TV-Bildschirme im E-Commerce bedeutet jedoch nicht, dass Desktop-PCs oder Notebooks nicht mehr fürs Einkaufen im Web genutzt werden. Für einige Aufgaben wie Preise vergleichen, Produktsuche vor dem Kauf oder für das Verfassen von Bewertungen eignen sich diese traditionellen Zugangsgeräte zum Internet besser als beispielsweise die mobilen Pendants, so die Meinung der Befragten.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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