Die Neuvorstellung des größten optischen Archivspeichers, einer Schwesterversion der “Facebook”-Jukebox, auf dem Messestand des VADs INCOM, erweist sich als Publikumsmagnet.

Bereits im Vorfeld der CeBIT hatte die Nachricht über die”Facebook”-Jukebox, mit der Kapazität von einem Petabyte, für große Aufmerksamkeit gesorgt. Im Themenumfeld von Big Data und Datability war das Interesse an der Weltpremiere der HIT Netzon HSM 5175 auch deswegen besonders hoch. Die HMS 5175 ist eine kleinere Version des in Zusammenarbeit mit Facebook modifizierten und weiterentwickelten Archivspeichers. Das ausgestellte, mit 1750 Blu-ray Medien bestückte Speichersystem zog scharenweise Besucher und Journalisten an.

Quelle: news max

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Gerade Content, welcher nicht mehr verändert und auf welchen nicht häufig zugegriffen werden muss, ist für eine Auslagerung auf ein sogenanntes Nearline-Storage System prädestiniert. Die Version der Facebook-Box bietet eine Gesamtkapazität von 1 Petabyte und wird von Facebook für die Einlagerung von altem Film und Bildmaterial verwendet. Im Ruhezustand verbraucht das optische Speichersystem gerade einmal 200 Watt, wodurch Facebook nach eigenen Angaben ca. 80% der bisherigen Stromkosten einspart. Rechnet man die Kosten für die Klimatisierung und die geringeren Datenmigrationskosten hinzu, dürfte dieser Faktor auch bei den Gesamtbetriebskosten erreicht werden. Facebook muss Datenbestände im 3-stelligen Petabytebereich langfristig speichern und hat sich nach intensiven Analysen für die Nutzung der Blu-ray Medien als Archivspeicher entschieden (zur Zeit mit 100GB Kapazität/Medium).

Bei der Facebook-Version der HIT HMS 5175 kommen Magazine zum Einsatz, in welchen jeweils 12 100GB Blu-ray Medien enthalten sind, wodurch die Gesamtkapazität der HMS 5175 von jetzt 175TB in der Facebook-Box auf 1 PB erhöht wird. Die speziellen Archivmedien zeichnen sich durch ihre Haltbarkeit von mindestens 50 Jahren aus. Auf alle Daten kann durch das transparente Filesystem direkt zugegriffen werden, so dass die angeforderten Dateien in wenigen Sekunden verfügbar sind. Durch ein intelligentes Caching kann diese Wartezeit für häufig angefragte Dateien enorm verkürzt werden. Je nach Zugriffssituation kann die Jukebox zudem mit entsprechend vielen Laufwerken bestückt werden, um konkurrierende Zugriffe abzufedern und Wartezeiten zu minimieren.

Dass Facebook für das COLD-Archiv von Film- und Foto-Dateien auf ein optisches Speichersystem setzt, beweist betriebswirtschaftliche Weitsicht und nicht zuletzt auch einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Die optische Speichertechnologie erweist sich damit für die professionelle Nutzung als zukunftsweisend, zumal von SONY und PANASONIC die nächste Kapazitätssteigerung der Blu-ray auf 300, bzw. 500GB bereits angekündigt worden ist.

Quelle: news max

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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