4,9 Millionen Deutsche sind als Freelancer tätig, das sind etwa 10% aller Arbeitskräfte in Deutschland

Mountain View, Kalifornien – Elance-oDesk, der weltweit größte Online Arbeitsplatz, gibt heute die Ergebnisse einer gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen Edelmann Berland durchgeführten Studie für Deutschland bekannt. Die Studie zeigt sowohl das Wachstum als auch die steigende Bedeutung von Freelancing in Deutschland.

Highlights der Studie

In Deutschland gibt es derzeit ca. 4,9 Millionen Menschen, die eine unabhängige Beschäftigung ausüben. Das sind etwa 10% der deutschen Erwerbstätigen[1]. Sie erwirtschaften schätzungsweise 57 Milliarden Euro jährlich.

Die Beweggründe sich für die Selbständigkeit zu entscheiden sind vielfältig. Die Unabhängigkeit und Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und Arbeitsort, bessere Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und die persönliche Auswahl bei Auftraggebern und Projekten stehen dabei im Vordergrund.

Quelle: Elance-oDesk

Quelle: Elance-oDesk

  • Freelancing ist eine attraktive Berufswahl – Für 41% der Befragten sind der Zusatzverdienst und für 52% die zeitliche Flexibilität die Hauptgründe für eine Freelancer Tätigkeit. Mehr als die Hälfte der Freelancer haben ganz bewusst mit dem Freelancing angefangen (63%) und nicht aus wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Über 30% der Freelancer konnten in den vergangenen Jahren eine ansteigende Nachfrage verzeichnen. 72% der Nicht-Freelancer sagen, sie wären bereit, zusätzlich zu ihrem Hauptberuf einer Freelancer Tätigkeit nachzugehen, um mehr Geld zur Verfügung zu haben. Faire Bezahlung ist allen Befragten wichtig, allerdings legen Freelancer größeren Wert auf die Gestaltungsfreiheit ihres Lebens, das Finden von anspruchsvollen, interessanten und erfüllenden beruflichen Aufgaben und die Flexibilität zu arbeiten, wann und wo sie wollen. Genügend Aufträge zu akquirieren und zu wissen, welche Qualifikationen entsprechend gefragt sind, stellen die größten Barrieren dar für mehr Freelancer Tätigkeiten.
  • Moderne Technologie revolutioniert Freelancing – 63% der Freelancer sagen, neue Technologien erleichtern es ihnen Auftraggeber und interessante Tätigkeiten zu finden. Mehr als die Hälfte der Freelancer sind außerdem der Meinung, dass insbesondere die sozialen Netzwerke es vereinfachen, Kontakte zu knüpfen und somit Aufträge zu generieren. Neue Dienstleistungsangebote auf dem Kommunikations- und Technologiesektor ebnen einen neuen Weg für die Online Arbeit.
  • Generation Y führt den Freelancing Trend an – Die Generation Y übt mehr Freelancer Tätigkeiten aus als jede andere Altersgruppe. Knapp ein Drittel (29%) der Generation Y sind Freelancer. Im Gegensatz zu den älteren Altersgruppen achtet die Generation Y besonders auf herausfordernde und aufregende Arbeit und eine hohe Vergütung. Sie sind optimistisch, was die Zukunft des Freelancing betrifft: 54% der Befragten aus der Generation Y sind der Meinung, dass die besten Zeiten für Freelancer noch bevorstehen.
  • Der Ausblick ist positiv – Die Mehrheit der Freelancer (56%) sagt, dass dem Freelancing als Berufswahl mehr Respekt entgegen gebracht wird als noch vor drei Jahren. Einer von vier Freelancer nimmt an, nächstes Jahr mehr Zeit mit Freelancing-Tätigkeiten zu verbringen. Außerdem erwartet fast ein Drittel, dass deren Freelancer Einkommen im nächsten Jahr noch weiter steigt.

Die verschieden Freelancer Kategorien

Durch Screening-Fragen zum Beschäftigungsstatus und Einkommen zu Beginn der Studie stellte sich heraus, das verschiedenste Arten von Freelancern existieren, die aber nicht alle in der Auswertung der Studie berücksichtigt wurden. Die folgenden fünf möglichen Segmente, in die die Freelancer je nach Anteil oder Intensität ihrer Tätigkeit eingeordnet wurden, sollen die Vielfalt der Freelancer Landschaft in Deutschland veranschaulichen.

Unabhängige Erwerbstätige (33%) – Diese “traditionellen” Freelancer haben keinen Arbeitgeber, sondern üben zeitlich begrenzte Tätigkeiten auf Projekt-Basis aus.

Projektmitarbeiter (17%) – Personen mit einem einzigen Arbeitgeber, Auftraggeber, Job oder Projektvertrag, dessen Beschäftigungsstatus temporär ist. Zum Beispiel ein Business-Strategie-Berater, der für einen Kunden auf Vertragsbasis ein mehrmonatiges Projekt betreut.

Moonlighters (28%) – Fachkräfte mit einem primären, traditionellen Beschäftigungsverhältnis, die nebenberuflich Freelancer Tätigkeiten ausüben: Zum Beispiel ein angestellter Web-Entwickler, der abends an Non-Profit Projekten arbeitet.

Diversifizierter Arbeiter (16%) – Menschen mit mehreren Einkommensquellen, bestehend aus einer Mischung von traditionellen Arbeitgebern und Freelancer Tätigkeiten. Zum Beispiel jemand, der in einer Zahnarztpraxis 20 Stunden pro Woche an der Rezeption arbeitet und den Rest seines Einkommens als Übersetzer aufbessert.

Kleinunternehmer (6%) – Diese Freelancer haben zwischen einem und fünf Mitarbeitern und betrachten sich selbst sowohl als Freelancer als auch Unternehmer. Zum Beispiel, ein Social-Marketing-Guru, der ein Team von anderen sozialen Vermarktern beauftragt, eine kleine Agentur zu entwickeln, sich aber immer noch als Freelancer identifiziert.

Informationen zu den Datenquellen

Für die Umfrage wurden 1.045 Personen in Deutschland befragt, die in den letzten zwölf Monaten einer Beschäftigung nachgegangen sind. Die Daten wurden vom 19. Juli bis 31. Juli 2014 von dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen Edelman Berland erfasst. Unter Freelancern wurden in der Auswertung der Daten unabhängige Erwerbstätige und Projektmitarbeiter verstanden.

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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