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CHECK24 Kundenbefragung

München – Hochschule Fresenius befragte im Auftrag von CHECK24 2.500 Kunden / 79 Prozent wollen keinen Aufpreis für Ökostrom zahlen / Mind. ein nachhaltiger Ökostromtarif in allen 50 größten dt. Städten günstiger als Grundversorgung

Etwa 42 Prozent der Verbraucher halten Ökostrom für teurer als konventionellen Strom. Das zeigt eine Onlinebefragung der Hochschule Fresenius (München) im Auftrag von CHECK24.de. An der Befragung haben über 2.500 CHECK24-Kunden teilgenommen.*

Quelle: Check24
Quelle: Check24

Doch der Eindruck täuscht: Die Analyse der Strompreise in den 50 größten deutschen Städten zeigt, dass Familien (5.000 kWh pro Jahr) mit einem nachhaltigen Ökostromtarif im Vergleich zur Grundversorgung immer sparen – in der Spitze sogar 438 Euro im Jahr.

Ein Drittel der befragten Kunden bezieht bereits Ökostrom. Sieben Prozent planen in einen Ökostromtarif zu wechseln, etwa ein weiteres Drittel (35 Prozent) könnte es sich vielleicht vorstellen. Allerdings ist den Kunden beim Wechsel des Stromanbieters auch bei Ökostrom vor allem der Preis wichtig (79 Prozent).

Ökostrom: 42 Prozent halten ihn für teurer und wechseln deshalb nicht

Für etwa 42 Prozent der Befragten kam ein Wechsel zu Ökostrom nicht in Frage, weil sie diesen für teurer als konventionellen Strom halten. Gleichzeitig sagten sogar 79 Prozent der Befragten aus, für Ökostrom nicht mehr zahlen zu wollen. Ebenfalls 79 Prozent der Umfrageteilnehmer ist bei einem Ökostromtarif vor allem der Preis wichtig. Er ist also das ausschlaggebende Kriterium für die befragten Kunden von CHECK24.de.

Dabei zeigt ein Vergleich zwischen Ökostromtarifen und der Grundversorgung in den 50 größten deutschen Städten, dass eine Familie (Verbrauch 5.000 kWh) durch einen Wechsel zum günstigsten Anbieter mit nachhaltigem Ökostrom immer spart – im Schnitt 295 Euro. In Mönchengladbach lohnt sich der Wechsel für Kunden besonders: Verbraucher sparen dort bis zu 438 Euro zum Grundversorgungstarif. Das geringste Sparpotenzial haben die Einwohner von Halle. Aber auch dort ist nachhaltiger Ökostrom 176 Euro günstiger als konventioneller Strom in der Grundversorgung.

Auch Förderung erneuerbarer Energien und Herkunftsnachweis wichtig

Wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Ökostromanbieters ist für die CHECK24-Kunden der Preis. Doch etwa die Hälfte der befragten Kunden (47 Prozent) legt Wert darauf, dass der Ökostrom-Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Auch wünschen sich 39 Prozent, dass die Herkunft des Stroms lückenlos nachweisbar ist.

Bei der Wahl des Tarifs sind den CHECK24-Kunden vor allem ein geringer CO2-Ausstoß (50 Prozent) sowie die Gewährleistung des Naturschutzes (49 Prozent) sehr wichtig.

Allerdings sind nur 21 Prozent auch bereit, für Ökostrom mehr zu bezahlen. Für etwa 48 Prozent derer dürften die Mehrkosten maximal bei einem Cent pro Kilowattstunden liegen. Einen Aufpreis von bis zu zwei Cent würde knapp ein Viertel von ihnen akzeptieren.

Kunden bevorzugen die klassischen Ökostrom-Quellen Wasserkraft (70 Prozent), Solarenergie (65 Prozent) und Windenergie (64 Prozent).

Verbraucher empfinden Ökosiegel als wichtig – aber nur ein Drittel informiert sich

Über die Hälfte der befragten Kunden empfinden Gütesiegel und Zertifikate in Bezug auf den Ökostrom-Anbieter sehr wichtig oder wichtig. Allerdings informiert sich nur ein Drittel über die Siegel und Zertifikate. Etwa die Hälfte (52 Prozent) der Befragten gehen nur aufgrund des Vorhandenseins eines Gütesiegels von der guten Qualität des Anbieters aus.

Quelle: ots

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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