Karriere

Studiengang mit Zukunft: Wirtschaftspsychologie als Fundament für moderne HR

Das Berufsbild des Psychologen hat sich gewandelt, oder besser gesagt: es wurde diversifiziert. Neben der klassischen Psychologie findet die Arbeit mit dem menschlichen Geist auch in Schule und Wirtschaft verstärkt statt; eine Entwicklung, die künftigen Studenten neue Wege ermöglicht.

Fachgebiet Psychologie vergrößert seine Reichweite

Bild: © istock.com/BraunS
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Erst kürzlich wurde erneut über den Mangel an Schulpsychologen an bayerischen Schulen berichtet. Der Freistaat ist bekanntlich Vorreiter beim Einsatz speziell ausgebildeter Fachkräfte; nimmt man die Bildungseinrichtungen nun als Basis für die Wirtschaft, so wird klar, warum auch dort der Ruf nach Psychologen immer lauter wird. Das wiederum nimmt Einfluss auf das Studiensystem: Wirtschaftspsychologie, wie etwa auf www.international-business-school.de/wirtschaftspsychologie-studieren.html vorgestellt, gilt als Studiengang der Zukunft, da er eine direkte Antwort auf die modernen Anforderungen im Job liefert.

Denn im Personalwesen, auch HR genannt, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Stellenausschreibungen sind spezifischer als früher, die Profile sind detaillierter und die fachliche Qualifikation ist nicht mehr der einzige wichtige Faktor. In Zeiten von flachen Hierarchien spielen persönliche Eigenschaften eine zentrale Rolle; Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Kommunikations-Skills, gedankliche Flexibilität – all diese Faktoren lassen sich kaum in glatten Kennzahlen auf dem Papier wiedergeben. An dieser Stelle kommen Wirtschaftspsychologen ins Spiel. Ihre Ausbildung befasst sich mit den „weichen“ Facetten (Stichwort Stichwort Soft Skills) des sogenannten Humankapitals – eine genaue Einschätzung darüber, wie gut Bewerber für die offene Stelle geeignet sind, wird damit ein ganzes Stück realistischer.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Bewerber gut beraten sind, ihre Bewerbungsstrategie an die neuen Verhältnisse anzupassen. Lückenlose Lebensläufe mit guten Noten sind nach wie vor ein starkes Argument, aber eben nicht mehr alleine ausreichend. Bewerber sollten sich also nicht alleine auf die Papierform verlassen – moderne Personalmanager achten schon während des Gesprächs auf viele andere Dinge, die teils nicht viel mit der Qualifikation zu tun haben. Logischerweise ist es kaum möglich, sich gezielt darauf vorzubereiten, doch alleine schon das Wissen um den scharfen Blick der HR-Manager kann helfen, mit der richtigen Einstellung ins Gespräch zu gehen.

Bild: © istock.com/asiseeit
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Der Studiengang an sich vereint betriebswirtschaftliche mit psychologischen Inhalten. Durch diese Kombination sollen logische Zusammenhänge geschaffen werden, auf deren Basis das Wirtschaftsgeschehen um eine ganze Facette erweitern wird. Dabei spielt auch die Praxis eine Rolle: Gerade bei der Arbeit mit menschlichen Eigenschaften kann die Theorie alleine keine ausreichende Vorbereitung sein. Auslandssemester sowie mehrere Praktika schaffen schon vor dem Berufseinstieg eine reale Grundlagenbasis, mit deren Hilfe der Übergang in den Job nahtlos möglich ist.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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