Die Kommunikation findet nicht allein mit Worten statt, sondern wird durch Gestik und Mimik unterstrichen. Während die gesprochene Sprache in der Regel mit Bedacht gewählt wird, läuft die Körpersprache in den meisten Fällen jedoch unbewusst ab, weil sie von Gefühlen wie Überraschung, Wut oder Unsicherheit beeinflusst wird. Wer allerdings auf seine Körpersignale achtet und diese gezielt einzusetzen weiß, kann sowohl im Alltag als auch im Beruf effizienter kommunizieren.

Im eBook „Erfolgreiche Körpersprache“, das babista.de als kostenlosen Download zur Verfügung stellt, vermitteln Benedikt Ahlfeld und Anna Lassonczyk hilfreiche Informationen über Gestik und Mimik und geben Tipps für den richtigen Einsatz der Körpersprache im Beruf. So wird unter anderem erläutert, wie wichtig die Körpersprache bei der Kommunikation ist und, dass sie zusammen mit dem Klang der Stimme 93% der vermittelten Information ausmacht. Gestik und Mimik müssen darüber hinaus mit dem verbalisierten Inhalt übereinstimmen, damit der Adressat diesen tatsächlich glaubt. Liegt dagegen eine sogenannte Inkongruenz vor und stimmt die Körpersprache mit der gesprochenen Sprache nicht überein, wird die Bedeutung der Worte normalerweise angezweifelt. Dies trifft insbesondere in Stresssituationen zu, in denen in großem Maße zum Tragen kommt, dass Gestik und Mimik von Gefühlen bestimmt sind. Aufgrund von Nervosität und Angst zittert oftmals die Stimme und das Gesicht wirkt mit zusammengezogenen Brauen und angespannten Augenlidern unentspannt, sodass die Worte „Ich schaffe das!“ wenig glaubhaft wirken.

© ASDF_MEDIA / Shutterstock

© ASDF_MEDIA / Shutterstock

Für die allgemeine Bedeutung der Körpersprache ist laut den Autoren wichtig zu wissen, dass jede Kommunikation immer in einem Kontext stattfindet, der für die Interpretation mitentscheidend ist. Daher unterscheidet sich das Verhalten gegenüber Freunden von dem gegenüber Vorgesetzten und Geschäftspartnern. Wer dies berücksichtigt, kann Gestik und Mimik der Gesprächsteilnehmer einfacher interpretieren und zudem seine eigene Botschaft effizienter kommunizieren. Im Beruf sollte daher eine aufrechte Haltung eingenommen werden und sich dem Adressaten entgegen geneigt werden, um Überzeugung und Selbstachtung zu demonstrieren. Wird zudem das Verhalten zum Beispiel in Bezug auf die Sitzposition gespiegelt, soll dies Gemeinsamkeiten vermitteln. Bei einem Kundengespräch oder in einer Verhandlung mit Kooperationspartnern kann dadurch unterstrichen werden, dass ein gemeinsames Ziel verfolgt wird. Im Gegensatz dazu kann der Erfolg durch Herumrutschen auf dem Stuhl, Herumspielen an den Fingern oder Zurechtzupfen der Kleidung negativ beeinflussen, weil dies Signale für Unsicherheit und Nervosität sind. Dafür kann auch ein abgewandter Blick sprechen, der zudem Desinteresse signalisiert. Vorsicht ist geboten, sobald die Lippen und Augenbrauen zusammen gezogen werden und die Augen zu starren beginnen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ein Gesprächspartner den anderen durch die gesprochene Sprache oder seine Körpersprache wütend gemacht hat.

Des Weiteren geht das eBook „Erfolgreiche Körpersprache“ auch auf die Unterschiede in der Gestik und Mimik anderer Kulturen ein. Diese zu kennen, ist zum einen für Globetrotter und zum anderen für international agierende Unternehmen wichtig. Die bedeutenden Differenzen zwischen verschiedenen Ländern liegen in der Begrüßung, dem richtigen Maß für körperliche Nähe sowie in der Alltagsgestik. In Asien begrüßt man sich nicht per Handschlag, sondern mit einer Verbeugung, die einen umso größeren Respekt ausdrückt, je länger sie andauert. Wer mit einem Südeuropäer oder –amerikaner kommuniziert, muss sich darauf einstellen, dass dessen persönlicher Raum geringer ist als der in Deutschland übliche. Daher kann die Nähe beim Gespräch vom Deutschen als unangenehm empfunden werden. Um keinen Faux-pas zu begehen, sollten in anderen Ländern Handzeichen wie beispielswiese der nach oben gestreckte Daumen nicht unüberlegt verwendet werden. Während er in vielen Ländern ebenso wie in Deutschland für „Okay“ oder „Prima“ steht, kann er in Australien und einigen Teilen Afrikas eine vulgäre Beschimpfung darstellen.

Unterschiede gibt es aber nicht nur in der Körpersprache der verschiedenen Kulturen, sondern auch bei der Gestik und Mimik von Mann und Frau. Daher ist die Deutung der nonverbalen Kommunikation und ihre passende Verwendung in allen Bereichen der zwischenmenschlichen Beziehung wichtig – ob in der Partnerschaft, im Beruf oder beim Kontakt mit Fremden.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: