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Kaufleute und Bürofachkräfte verzweifelt gesucht

Berlin – Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften für kaufmännische Berufe und Bürofachkräfte ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Stellenmarktes in Deutschland durch den Weiterbildungsspezialisten WBS Training. Danach stieg die Nachfrage für einige Berufe, zum Beispiel im Bereich Sekretariat, Büro, Office-Management, innerhalb eines Jahres um bis zu 40 Prozent, im Personalwesen um 22 Prozent, bei Spedition und Logistik um rund 25 Prozent und in der Immobilienwirtschaft um fast 21 Prozent. Aber auch in den Bereichen Lohnbuchhaltung (+ 18,2 %), Controlling (+ 14,1 %) oder Finanzwesen (+ 7,4 %) waren noch deutliche Steigerungsraten zu beobachten. Die Analyse des Stellenmarktes basiert auf der Analyse der Stellenanzeigen in 197 Stellenbörsen im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften in den Monaten März 2014 und März 2015. Die Ergebnisse werden im “JobReport Kaufmännische Berufe” der WBS Training veröffentlicht.

Quellenangabe: "obs/WBS TRAINING AG/WBS Training/index"
Quellenangabe: “obs/WBS TRAINING AG/WBS Training/index”

SAP-Kenntnisse und Fremdsprachen besonders gefragt

Neben der fachlichen Qualifikation der kaufmännischen und Bürofachkräfte wurden von der WBS auch Kenntnisse im Umgang mit Unternehmenssoftware wie SAP, Lexware, Datev u. a. analysiert – denn sie gehören mittlerweile zum Arbeitsalltag in nahezu allen Berufe in diesem Bereich. Dabei zeigte sich, dass insbesondere SAP-Kenntnisse immer stärker nachgefragt werden: Im Personalwesen fanden sich entsprechende Anforderungen in rund einem Sechstel aller Stellenausschreibungen, in der Lohnbuchhaltung waren es sogar rund ein Fünftel. Hier waren lediglich Kenntnisse des DATEV-Programms mit rund 31 Prozent noch stärker nachgefragt. Bei den Büro- und Office-Berufen stieg die Zahl der Stellenanzeigen, die entsprechende SAP-Kenntnisse forderten, sogar um 82 Prozent.

Neben Anwenderfähigkeiten der zugehörigen Software werden auch Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch, immer stärker von den Unternehmen gefordert. Für Immobilienkaufleute lag diese Anforderung bei über 20 Prozent und ist im untersuchten Zeitraum um über 40 Prozent gestiegen. Und sogar bei den Office-Berufen waren entsprechende Englischkenntnisse in über 40 Prozent aller Stellenanzeigen gefordert und stiegen innerhalb eines Jahres um über 30 Prozent. Mit mehr als 45 Prozent war der Englisch-Anteil im Bereich Spedition und Logistik erwartungsgemäß am höchsten – auch hier noch mal mit einer deutlichen Steigerung um 27 Prozent.

Bewerber sollten sich insbesondere in den Bereichen der Software-Anwendungen und der englischen Sprache kontinuierlich weiterbilden und qualifizieren, um Ihre Chancen beim zukünftigen Arbeitgeber deutlich zu steigern.

Über 330.000 Stellenangebote aus rund 200 Stellenmärkten

Die WBS Training analysiert regelmäßig den deutschen Stellenmarkt zur Weiterentwicklung und Anpassung ihrer Angebote an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes und veröffentlicht die Ergebnisse in ihrer Reihe “JobReport”. Für die Analyse der kaufmännischen Berufe wurden die Daten aus 197 Stellenbörsen im Internet, in Fachzeitschriften und in Tageszeitungen ausgewertet. Insgesamt waren hier in den Untersuchungszeiträumen März 2015 und März 2014 über 331.000 Stellenangebote ausgeschrieben. Die Daten erhebt WBS Training in Zusammenarbeit mit dem Marktführer der Stellenmarktanalyse index Anzeigendaten.

Die Ergebnisse werden in der Reihe “JobReport” von WBS zu unterschiedlichen Berufsbereichen (Kaufmännische, IT-, SAP-, Gesundheit-/Pflege-/Sozial-, Medien- und Technische Berufe) veröffentlicht. Sie sind an jedem der 160 WBS-Standorte in ganz Deutschland verfügbar.

Quelle: ots

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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