Die Jobs an Bord versprechen viel Abwechslung und ganz nebenbei kann man Eindrücke von den schönsten Zielen der Welt sammeln. Eine Seehfahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön … ? Und – Fremdsprachenkenntnisse sehr hilfreich!

Handfeste Vorteile für die Zeit danach kommen dazu: Wer eine oder mehrere Saisons auf den Planken eines Kreuzfahrtschiffs verbracht hat, kann anschließend bei seinem künftigen Arbeitgeber auf dem Festland mit einer Extraportion Auslandserfahrung, erprobter Belastungsfähigkeit und Teamfähigkeit punkten. Aber auch hier gilt: Vorsicht vor Lohndumping!

Quelle: Premiumpresse

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Mangel an Fachkräften

Die Chancen, einen attraktiven Job auf einem Schiff zu ergattern, sind ausgesprochen gut. Denn der Mangel an Fachkräften hat auch die Reedereien, maritimen Arbeitgeber und Vermittler längst erfasst. Das liegt nicht nur an den bekannten Nachwuchsproblemen im Gastgewerbe, sondern auch an der immer größeren Zahl an Schiffen, die vom Stapel laufen. Der Mangel an Fachkräften ist ein großes Problem.
Auch Svenja Bock, HR Managerin bei G&P Cruise Hotel Management , verzeichnet eine sinkende Zahl an qualifizierten Bewerbern: „Besonders für unsere Flusskreuzfahrtschiffe in der Luxusklasse müssen wir einen großen Schulungsaufwand, speziell für die Butler, Köche und Wellness-Mitarbeiter betreiben, um die Erwartungen unserer internationalen Gäste zu erfüllen.“

Arbeiten bei Aida oder auf einer 5-Sterne-Yacht

Am dringendsten werden Leute in den klassischen Berufen in Küche und Service gesucht sowie im Bereich Rezeption, Spa, Animation und IT, so Daniela Fahr. „Wir haben laufend zwischen 70 und 100 offene Stellen weltweit, aber leider ist es uns nicht möglich, sie alle zu besetzen.“ Bei Aida Cruises, einem der Marktführer auf dem deutschen Kreuzfahrtenmarkt, wird ab 2015 die Aida Prima die Flotte erweitern, weshalb man dort bereits mit Einstiegsmöglichkeiten für neue Kollegen in vielen Einsatzbereichen wirbt. Sea Cloud Cruises benötigt für seine 5-Sterne-Yachten derzeit Unterstützung im Housekeeping sowie Cabin Stewards, außerdem Kräfte für die Küchenbrigade – gern mit Interesse an einem längerfristigen Engagement. Nina Kerner von Uni Crewing Services Liberia, der ausschließlich für Sea Cloud Cruises tätigen Crewing-Agentur, betont deshalb: „Wir möchten die Mitarbeiter gern langfristig im Unternehmen beschäftigen, sodass wir bemüht sind, Karrieren an Bord zu ermöglichen.“ Ähnlich ist das bei anderen Arbeitgebern, die sich mit eigenen Akademien, Seminaren und Workshops ins Zeug legen.

Wie kommt man an Bord?

Qualifizierte Bewerber, die an einem Job auf dem Schiff interessiert sind, können sich direkt bei den Reedereien oder bei spezialisierten Personalvermittlern wie G&P Cruise Hotel Management, Connect Worldwide oder Seachefs bewerben oder die firmeneigenen Karriere-Websites und gängige Jobportale und Stellenanzeigen studieren. Eine gute Gelegenheit, mehr über den künftigen Einsatzbereich und die besonderen Anforderungen zu erfahren , sind Jobmessen. Bei Aida sucht man vorzugsweise den persönlichen Kontakt mit den Bewerbern: „Für Interessenten in Deutschland und Österreich bieten wir regelmäßig Bewerbertage sowie Karrieretage an Bord der Aida-Schiffe an“, berichtet Anjana Schmidt, Supervisor Human Resources Management.

Lange Arbeitstage

Bewerber um einen Bordjob sollten einen gastgewerblichen Background mit einer entsprechenden Ausbildung haben. Servicedenken ist ein Muss, auch Englischkenntnisse sind meist obligatorisch. Genauso wichtig ist es aber, zu wissen, worauf man sich beim Jobwechsel einlässt. Denn so glamourös einem die Welt der Kreuzfahrtschiffe auch erscheinen mag, der Arbeitsalltag hat seine Härten: 7-Tage-Wochen während einer vier- bis sechsmonatigen Saison, lange Arbeitstage mit bis zu zwölf Stunden, das Zusammenleben mit denselben Menschen auf engem Raum, wenig Privatsphäre – all das erfordert ein hohes Maß an Belastbarkeit und sozialen Kompetenzen.

Freizeitprogramm auch für Mitarbeiter

Deshalb erwartet Svenja Bock von G&P, dass sich der Bewerber vorab über das Leben und Arbeiten an Bord informiert. Aber auch, wer bereits angeheuert hat, wird nicht allein gelassen. Inzwischen haben die großen Reedereien sogar Betreuer, die ein Ohr für die Sorgen und Anliegen der Crewmitglieder haben. Für Abwechslung an Bord werde mit Freizeitangeboten wie Fitness, Wellness und Ausflügen gesorgt, zählt Daniela Fahr auf: „Es wird sehr viel dafür getan, dass die Abwechslung auch für die Besatzung groß ist.“ Bei G&P hat jeder Mitarbeiter sogar einen festen HR-Ansprechpartner für seine Anliegen und wird von diesem durch die Saison begleitet.

Kost und Logis inklusive

Wie steht es um die Konditionen? Das Gehalt richtet sich nach Position und Berufserfahrung . Es liegt im Schnitt aber unter dem Verdienst an Land. Allerdings sind Kost und Logis für die Crewmitglieder frei. Für die Vertragslaufzeit gilt über den Arbeitgeber in den allermeisten Fällen ein Kranken- und Unfallversicherungsschutz. Die An- und Abreise zum Schiff wird im Regelfall organisiert und vom Arbeitgeber bezahlt. Dem Abenteuer auf See (oder Fluss) steht also fast nichts im Wege.

Quelle: Premiumpresse

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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