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Ferienjobs in Deutschland: Büro statt Palmenstrand?

Laut aktueller Umfrage der Stellensuchmaschine Jobrapido stehen soziale Netzwerke und Online-Jobportale bei der Arbeitssuche hoch im Kurs – insbesondere, wenn es um Ferienjobs geht. Hierbei würde eine große Mehrheit der Befragten den Ferienjob als Sprungbrett in eine reguläre Nebenjobtätigkeit verwenden wollen. Bürotätigkeiten freuen sich besonderer Beliebtheit.

Quelle: Jobrapido
Quelle: Jobrapido

Düsseldorf  – Mit Ankunft des Sommers stellt sich für viele Schüler und Studenten die alljährliche Frage, wie sie sich die freie Zeit in den warmen Monaten finanzieren. Ob eine Reise geplant ist oder nur die Hobbies zuhause finanziert werden wollen, das nötige Kleingeld spielt dabei immer eine Rolle. Um sich dieses zu beschaffen, nutzen viele junge Leute die Möglichkeit, im Sommer zu arbeiten, bevor sie sich ganz dem Vergnügen von Sommersonne und Sandstrand widmen.

Wie sieht der optimale Ferienjob aus? Welche Motivation steckt hinter der Suche nach einer solchen Stelle? Diesen und weiteren Fragen ging Jobrapido, die weltweit führende Suchmaschine für attraktive Stellenangebote, in einer Umfrage mit mehr als 400 Teilnehmern nach.

Ferienjobs am liebsten in der Nähe

Viele klassische Schüler- und Studentenjobs passen heute nicht mehr ins Anforderungsprofil für gute Ferienjobs: Gelegenheitsarbeit, bei der man nur kurze Zeit arbeitet, wie Babysitten oder Nachhilfeunterricht, wird nur von acht Prozent der Befragten bevorzugt. Stattdessen zeigt die Umfrage, dass Ferienjobs am liebsten in der Nähe von zuhause und mit festen Arbeitszeiten gesucht werden – so geben es 63 Prozent der Befragten an. Weit weniger beliebt sind Jobs mit hoher Mobilität und verschiedenen Einsatzorten (16%) sowie Jobs an einem Urlaubsort (13%), obwohl sich letztere sicherlich mit dem ein oder anderen Sonnenbad verbinden lassen würden.

Der unbeliebte Einzelhandel

Passend zu diesem Ergebnis sprechen sich mit 35 Prozent die meisten Umfrageteilnehmer für eine Bürotätigkeit aus. Auf Platz zwei folgen Berufe im Bereich körperlicher Arbeit – mit 25 Prozent. Jobs in der Gastronomie und Hotellerie, die neben dem eigentlichen Verdienst häufig auch ein nicht unbeachtliches Trinkgeld bedeuten, kämen für knapp jeden Fünften (19%) in Frage. Immerhin zwölf Prozent würden sich für einen Job im Bereich Promotion oder als Hostess bei Events in ihren Ferien interessieren. Für lediglich zehn Prozent wäre hingegen eine Stelle im Einzelhandel interessant.

Die meisten suchen Ferienjobs online

Dieser Vorliebe für Ferienjobs im Büro entsprechend werden die meisten Jobs heute nicht mehr spontan am Tresen vergeben, wo man beim Barbesuch kurz nachfragen kann, ob noch jemand im Service gebraucht wird. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (52%) sucht auch nach Stellenangeboten für die Ferienzeit in sozialen Netzwerken oder bei Jobsuchmaschinen. Diese Tools helfen dem Jobsuchenden mit moderner Technologie, online passende Stellen in seiner Umgebung zu finden. Die digitale Suche nach Ferienjobs bietet zudem noch einen weiteren Vorteil: Sie kann Jobsuchende nicht nur auf Stellen am Wohnort des Bewerbers, sondern durch die Grenzenlosigkeit des Internets auch in spannenden Urlaubsorten aufmerksam machen. 23 Prozent der Befragten versuchen durch Versenden von Bewerbungen an einen attraktiven Ferienjob zu gelangen, anstatt auf Ausschreibungen zu warten. Und eine nicht unbeachtliche Anzahl an Ferienjobs noch immer über persönliche Kontakte (22%) gesucht.

Arbeiten im Urlaubsland

Rund jeder Dritte würde darüber hinaus einen Ferienjob in einem Urlaubsland suchen, weil es eine Chance wäre, eine neue Sprache zu lernen. Weitere elf Prozent der Befragten würden ebenfalls im Ausland suchen, wenn im Zielland Englisch gesprochen wird. Insgesamt käme also für 45 Prozent ein Ferienjob in einem Urlaubsland prinzipiell in Frage. Gleichzeitig sind die Sprachbarriere und die kulturellen Unterschiede, die aus deutscher Perspektive zu vielen Urlaubsdestinationen herrschen, eine zu große Hürde – so geben 31 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dies würde sie von der Suche nach einem Ferienjob dort abhalten. Für die verbliebenen 24 Prozent fallen Sprache und Kultur nur eine untergeordnete Rolle. Ob eine Stelle unter Palmen für sie in Frage kommt, hängt für sie vornehmlich von der Bezahlung ab.

„Der Sommer bietet hervorragende Möglichkeiten, sich etwas dazu zu verdienen und gleichzeitig wichtige Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln”, sagt Rob Brouwer, CEO von Jobrapido. „Unternehmen, die in den Ferienmonaten zusätzliche Unterstützung brauchen, bieten insbesondere Studenten und Schülern die Möglichkeit, ein finanzielles Polster für ihre Hobbies einzubringen. Viele ‚Ferienjobber’ sehen aber auch eine wichtige Perspektive für die Zeit nach dem Sommer. So gaben in der Umfrage 45 Prozent der Teilnehmer an, sie würden einen Ferienjob annehmen wollen, indem sie auch nach dem Sommer weiterarbeiten könnten. Mit diesem Ziel vor Augen kann es für sie entscheidend sein, sich auf Stellen zu bewerben, die sich mit ihren Stärken, Berufszielen und vielleicht sogar mit ihren Studieninhalten decken. Und auch Auslandserfahrungen im Arbeitsleben werden immer wichtiger. Ferienjobs bieten sich in dieser Hinsicht als gute Möglichkeit an.”

Quelle: Jobrapido

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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